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Weihnachtskonzert 2015

Ein Abend mit Freunden – und ein voller Erfolg. Das Weihnachtskonzert des Sinfonischen Blasorchesters des MTV Seesen

Für Freunde anspruchsvoller Blasmusik ist das Weihnachtskonzert des sinfonischen Blasorchesters des MTV-Seesen immer ein besonderes Ereignis. Hier können sich die Zuhörer zwischen Weihnachten und Neujahr an einem abwechslungsreichen Programm erfreuen, das von Originalkompositionen für sinfonisches Blasorchester bis hin zu Pop- und Rockmusik reicht.   

Das diesjährige Motto war „Ein Abend mit Freunden“ was sich sowohl auf die vielen regelmäßigen Besucher der Konzerte wie auch auf die Mitwirkenden bezog. Und bei den Mitwirkenden hatte das Orchester wieder etwas ganz Besonderes zu bieten: Die Münchener Mezzosopranistin Carolina große Darrelmann begeisterte mit bekannten Gesangspartien aus Oper und Musical wie z.B. Habanera aus „Carmen“ oder „I dreamed a Dream“ aus „Les Miserables“ und wurde vom Publikum stürmisch gefeiert.

Eröffnet wurde das Konzert mit der Nordic Fanfare von Jacob deHaan gefolgt vom Konzertmarsch „Arsenal“ von Jan van der Roost. Mit „Puszta“ und „Lord Tullamore“ präsentierte das Orchester im ersten Teil weitere anspruchsvolle Originalkompositionen für Blasorchester. „Habanera“ und „Les Toreadors“ rundeten als Bearbeitungen der bekannten Oper Carmen diesen Teil ab. Zu besonderen Ehren kam der MTV-Vorsitzende Jürgen Alms, der den zum Jahreswechsel obligatorischen „Radetzky-Marsch“ dirigierte.   

Der zweite Teil deckte die breite Palette von Musical über Pop bis hin zur Rockmusik ab. Nach einem Start mit dem „Phantom der Oper“ begeisterte Carolina große Darrelmann noch einmal mit Musicalmelodien, bevor beginnend  mit „Music“ von John Miles Pop und Rock in den Mittelpunkt rückten. Als besonderes Highlight ist „Highway to Hell“ mit Holger Zintgraf an der Sologitarre zu erwähnen, den das Publikum mit stehenden Ovationen feierte.

Doch kein Weihnachtskonzert des Sinfonischen Blasorchesters endet ohne „Guten Abend, Gute Nacht“, diesmal wieder in  der Originalversion. Und mit diesem besinnlichen Wunsch, gesungen von Carolina große Darrelmann mit Unterstützung des gesamten Publikums endete ein gelungener Abend, den alle noch lange in guter Erinnerung behalten werden.

 

Kirchenkonzert 2015

Sinfonisches Blasorchester und Chor in St. Andreas 

Konzertgenuss mit sinfonischem Blasorchester und Chor    

Mit dem weltbekannten Hallelujah-Chor von Georg Friedrich Händel eröffnete das  sinfonische Blasorchester des MTV-Seesen am vergangenen Sonntag das Abschlusskonzert der „Jubiläums-Konfirmation“ in der gut gefüllten St. Andreaskirche. Die feierliche Einleitung bildete den Auftakt zu einem außergewöhnlichen Konzert mit dem das Orchester unter Leitung von Wania Israel und der Projektchor unter Leitung von Claudia Schaare das Publikum in ihren Bann ziehen konnten.

Als die „Kombination“ aus sinfonischem Blasorchester und Chor im letzten Jahr in der St. Andreaskirche Premiere zum erstenmal zu hören und zu sehen war, wurde an der begeisterten Reaktion des Publikums schnell deutlich, dass dies die Geburtsstunde eines echten „Erfolgsmodells“ war. Und diesen Eindruck konnten beide Klangkörper nicht nur bestätigen sondern mit einem vielseitigen Konzert weiter ausbauen.

Neben den ehemaligen Konfirmanden hatten sich zahlreiche weitere Zuhörer in der St. Andreaskirche eingefunden und wurden mit einem Konzert der Extraklasse belohnt. Dem sinfonischen Blasorchester gelang es trotz der Kürze der Zeit dem Publikum einen Einblick in sein breit gefächertes Repertoire zu geben. Nach dem Halleluja-Chor folgte mit „Les Toreadors“ aus der Carmen Suite No. 1 eins der bekanntesten Werke der Romantik. Die Melodien stammen aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet, die auch heute noch zu den beliebtesten und meistaufgeführten Werken des Opernrepertoires zählt.

Eine Originalkomposition für sinfonisches Blasorchester ist „La Storia“, von Jacob deHaan. Mit dieser „Filmmusik ohne Film“ wagt der Komponist ein interessantes Experiment. Im Stil großer Filmmusiken liefert er spannende Themen und dramatische Wechsel, die zugehörige Geschichte soll dazu in der Phantasie des Zuhörers selbst entstehen. Das Werk widmete deHaan dem großen Ennio Morricone. Das Orchester meisterte souverän die beiden technisch anspruchsvollen Werke und wurde mit langanhaltendem Beifall belohnt.    

Als nun der von Claudia Schaare geleitete Projektchor die Bühne betrat, war die gespannte Erwartung des Publikums deutlich spürbar. Chor und Orchester überraschten mit „I Will Follow Him“ aus der Filmkomödie Sister Act. Durch die schwungvolle Interpretation zog sofort „Gospel Feeling“ in die Kirche ein und es wurden einmal mehr die vielseitigen Möglichkeiten der Kombination Blasorchester-Chor deutlich. Der Chor erfreute das Publikum anschließend mit einem Solostück, „Alta Trinita Beata“, einem italienischen Hymnus aus dem 15. Jahrhundert. Zum Abschluss des Konzertes spielte das Blasorchester Melodien aus dem Musical „Das Phantom der Oper“ in einem Arrangement des italienischen Trompeters und Komponisten Lorenzo Bocci. 

Das Publikum zeigte sich begeistert von der Leistung aller Akteure und bedachte Chor und Orchester mit langanhaltendem Beifall. Als Zugabe spielten Chor und Orchester noch einmal gemeinsam „I Will Follow Him“ und brachten das Publikum zum Swingen. Pfarrer Tim Florian Meier bedankte sich zum Abschied bei allen Akteuren für ein Konzert, das sicherlich noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.