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Obwohl nicht alle Medaillenträume sich erfüllten, kehrten die MTV-OLer doch erfolgreich von den Deutschen Staffelmeisterschaften bzw. Bestenkämpfen...

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Die letzte Landesmeisterschaft, nämlich die über die Mitteldistanz, fand am Samstag im Osterwald zwischen Salzhemmendorf und Coppenbrügge statt. Durch...

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Ergebnisliste

Liste der Zwischenzeiten

Regen beeinträchtigt Läufe in Münchehof

Letztendlich 134 Orientierungsläufer aus 30 Vereinen gingen am...

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Ein mehr als deutliches Ausrufezeichen setzten die MTV-Orientierungsläufer am Wochenende bei den Teamwettkämpfen in St. Andreasberg, wo die...

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Mit dem Hamburg-OL-Wochenende eröffneten die niedersächsischen Orientierungsläufer die kurze, aber mit mehreren regionalen und nationalen...

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Zum Ende der Sommerferien hin waren fünf MTV-Orientierungsläufer noch einmal in Schweden beim sogenannten O-Ringen im Einsatz. Bei diesem Wettkampf...

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Als letzte der internationalen Meisterschaften fanden im finnischen Tampere die Junioren-Weltmeisterschaften statt. 179 Junioren und 154 Juniorinnen...

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Im unmittelbaren Anschluss an die Jugend-Europameisterschaften fanden im Osten Estlands in und rund um die zweitgrößte Stadt des Landes Tartu die...

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Ende Juni startete ein 14köpfiges Aufgebot deutscher Nachwuchs-Orientierungsläufer zu den Jugend-Europameisterschaften in das slowakische Banska...

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Den Abschluss der ersten Halbserie bildete für die niedersächsischen Orientierungsläufer ein Landesranglistenlauf über die Sprintdistanz, der in...

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Vor der Sommerpause waren noch einige Läufer und Läuferinnen des MTV Seesen bei zwei Läufen in der Umgebung erfolgreich vertreten. Die wohl größte...

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Ergebnis Nacht-OL 2016

Ergebnisse Nacht-OL 2016

Ergebnisse Nacht-OL 2015 - Gute Beteiligung trotz Nieselregen beim Nacht-Orientierungslauf

Bitte anklicken:

Ergebnisse Nacht-Ol 2015

 

Mittlerweile zum 34. Male fand am Samstagabend der Seesener Nacht-Orientierungslauf statt. Damit ist diese Veranstaltung inzwischen die traditionsreichste im niedersächsischen Veranstaltungskalender – und eine der bestbesuchten. 167 Teilnehmer aus 17 Vereinen, drei Schulen und der Uni Hannover sowie 17 Kinder beim Kinder-OL ließen sich vom fiesen Dauernieselregen nicht beirren und begaben sich auf die Postensuche. Einmal mehr präsentierte sich dazu der MTV-Treff an der Harzkampfbahn als optimales Wettkampfzentrum, wo für diese Größenordnung die gesamte erforderliche Infrastruktur auf engstem Raum vorhanden ist. Bei Glühwein und Kinderpunsch gab es nach dem Lauf viele Routenwahlen zu diskutieren. Für einen internationalen Anstrich sorgten je ein Läufer aus Estland und Russland.

Mit einem sehr schönen Fernsehbeitrag für die Sendung „Lust auf Norden“, den der NDR am Donnerstagabend viereinhalb Stunden lang mit der OL-Abteilung des MTV Seesen auf der Harzkampfbahn und an touristischen Glanzlichtern der Stadt gedreht und am Freitagabend gegen 18.20 Uhr ausgestrahlt hatte, war eine gute Werbung für Seesen und die OL-Aktivitäten in Seesen betrieben worden, gebracht hat dies aber zumindest insofern nichts, als kein einziger weiterer Aktiver mehr aufgrund des Berichts zu verzeichnen war. Aber daran war vielleicht auch die ungemütliche Witterung Schuld. Wer den Bericht verpasst hat und ihn dennoch sehen möchte, findet ihn unter http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/lust_auf_norden/Lust-auf-Norden,sendung442818.html.

Erstmals gingen die fünf angebotenen Strecken unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit nur durch urbanes Terrain. Ausgehend von der Harzkampfbahn führten sie durch das Siedlungsgebiet nördlich der Braunschweiger Straße und am Schildberg. Kurze Postenverbindungen in Parkbereichen folgten lange Streckenabschnitte mit Routenwahlen. Leider wurde im Bürgerpark ein Posten entwendet, sodass die Ergebnisse auf einigen Strecken verfälscht wurden. Ganz ausgezeichnet hielt sich die Nachwuchsläufer des MTV, die zwar einen kleinen Heimvorteil besaßen, wettkampf- und trainingsmäßig aber auch nicht häufiger in diesem Stadtbereich unterwegs waren als andere Teilnehmer.

Wenn auf der langen schweren Strecke nicht der Seriensieger Eike Bruns (MTK Bad Harzburg) siegreich ist, dann springt in den letzten Jahren und so auch diesmal sein Vereinskamerad Christoph Hofmeister in die Bresche. Mit gut einer Minute Vorsprung gewann er nach 5,5 km Luftlinie und 110 Höhenmetern vor Joachim Stamer, ebenfalls aus Bad Harzburg, und Leon Kollenbach (SC Helsa). Beachtlich zur Spitze hielten sich Meike (11.) und Theo Hennseler (15.) sowie Felix Tünnermann als 16. im 40köpfigen Feld der routiniertesten Teilnehmer.

Nach 3,0 km auf der kurzen schweren Strecke ergab sich durch Svenja Pabst und Felix Drese ein Doppelsieg für den OLV Uslar. Gleich dahinter platzierte sich schon Lina Buchberger mit überzeugender Leistung, als Elfter folgte schon bald Aaron Wandelt. Dass er noch nichts verlernt hat, bewies Fabian Ebbighausen, der auf der eigentlich den Sek II-Schülern der beteiligten Schulen vorbehaltenen M-Strecke über 3,8 km zusammen mit Leonie Rössy den zweiten Platz belegte.

Die lange leichte Strecke führte über 4,8 km Luftlinie und wurde von Matti Bruns (MTK Bad Harzburg) vor Werner Drese (OLV Uslar) gewonnen. Auf den Rängen drei und vier  im großen Teilnehmerfeld folgten mit erneut erfreulichen Leistungen Julius Wandelt und Till Buchberger die beiden jüngsten MTV-Nachwuchsläufer. Bemerkenswert sind auch der zweite Platz von Philipp Mayer/Robert Menzel sowie der dritte Platz von Jan Klose auf der kurzen  leichten Strecke, die über 2,4 km führte.
Detlev Friedrichs

OLer gewinnen Pokal

Nach Abschluss der offiziellen Wettkampfsaison mit den Meisterschaften und Ranglistenläufen locken in der Übergangszeit zur Winterpause diverse kleinere Orientierungslaufveranstaltungen noch einmal in die Natur und sind teilweise auch gut besucht. Im südniedersächsischen Bereich ist das neben dem Seesener Nacht- und Glühwein-OL auch der Lotto-OL, den die TG Münden alljährlich anbietet, in diesem Jahr in Reinhardshagen an der Weser. Auch diese Veranstaltung bietet immer wieder durch ihr Ambiente einen Anreiz für Familien und Freizeit-OLer, aber auch für die leistungssportlich Ambitionierten.

Neben einigen leichten Pflichtposten, die alle aufsuchen und in die Lottofelder stempeln müssen, gibt es zusätzlich schwierigere Posten, die man in beliebiger Reihenfolge und nach Zeit anlaufen kann. Bei der anschließenden Siegerehrung werden sowohl für die ausgelosten Lottogewinner als auch für die besten Läufer Preise verteilt. Hierbei zeigten sich die angereisten OLer des MTV Seesen einmal mehr erfolgreich. Bei den Herren siegte Bjarne Friedrichs vor Ole Hennseler, bei den Damen belegte Birte Friedrichs hinter der Frauen-Nationalmannschaftsläuferin Sabine Rothaug aus Kassel den zweiten Platz. Gemeinsam errangen sie erstmals den Gesamt-Pokal als erfolgreichster Verein, den ihnen der Organisator Walter Rehbein überreichte. Aber auch Meike, Martin und Theo Hennseler gehörten zu den schnellsten Läufern, die die gesamte Strecke bewältigt haben.

Nacht-OL-Einladungs-PDF: Download

 

Einladung und Ausschreibung zum

 

34. Seesener Nacht- und Glühwein- OL

 

Termin:                     Samstag, d.  14.  11.  2015           

 

Treffpunkt:              Seesen, MTV-Treff an der Harzkampfbahn (ausgeschildert ab Ortsdurchfahrt Seesen –

                                 B 248 – mit offiziellen weißen Hinweisschildern; von Goslar kommend 1. Ampel rechts,

                                 von der A7 her kommend 3. Ampel links abbiegen)

Veranstalter:             MTV Seesen

Bahnlegung:            Detlev Friedrichs

Bahnkontrolle:                   Mitglieder der OL-Abteilung des MTV Seesen

Karte:                       „Seesen Nord“ 1:5.000, Äquidistanz 2,5m, Farblaserdruck, Stand: 3/14  

 

Angebote:                 Kinder-OL  (ca. 1,0 km – ab 18.00 Uhr)

                                 L I / W I                       ca. 2,5 km                               leicht   (W = auch Wertung für Walker)

                                 L II                   ca. 5 km                                  leicht

                                 M                      ca. 3,5 km                               nur für Sek II-Kurse  

                                 S I                     ca. 3 km                                  für Fortgeschrittene   

                                 S II                   ca. 5,5 km                               für Fortgeschrittene     

Ausgabe der

Startunterlagen:        ab 17.00 Uhr  (bitte nicht gleich alle auf einmal!)

Erster Start:              17.45 Uhr    (bis 20.00 Uhr)  -  feste Startliste

Zielschluss:               21.30 Uhr

 

Service:                     Glühwein/Tee für jeden Teilnehmer am Ziel!

                                 Voraussichtlich Verkauf von Schmalzbroten, Käsestangen etc.

Duschen/Umkleiden: Sporthalle am Schildberg (50m)

Auszeichnungen:      Urkunden für alle Teilnehmer, die ihre Strecke erfolgreich bewältigen.

Ergebnislisten:          per Email und auf www.mtv-seesen.de .

Versicherung:           Über bestehende Versicherungen hinaus übernimmt der Veranstalter keine Haftung.

 

Startgeld:                  Erwachsene:                             5.- €

                                 Kinder/Jugendliche:                 4.- €

                                 MTV-Vereinsmitglieder:          3.- €    

                                 Kinder-OL:                              1.- €

 

Meldungen:              (mit Startzeitenwünschen) bis Samstag, d. 07. 11. 15  (Eingang) an

                                 Detlev Friedrichs, Steinbühlstr. 145, 38723 Seesen.

                                 Email: detlev.friedrichsgmxde

Nachmeldungen:      sind nur in geringem Umfang möglich, solange der Kartenvorrat reicht.

                                 Aufschlag:  1.- €

 

Mitzubringen:           unbedingt funktionstüchtige Taschenlampe!!!!!!!!!!!!!

 

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme und wünschen viel Erfolg bei der Postenjagd!

                              

MTV-Mädchenstaffel holt DM-Bronze!

Bei Eberswalde, nordöstlich von Berlin gelegen, fanden am vergangenen Wochenende die Deutschen Meisterschaften im Staffel-OL und die Deutschen Bestenkämpfe im Mannschafts-OL statt. Dabei holte die D15-18-Staffel des MTV Seesen knapp geschlagen die Bronzemedaille, tags darauf im Teamwettbewerb sprang sogar der zweite Platz heraus. Aber auch die übrigen vier Staffeln bzw. Mannschaften kamen gut zurecht, mit Bjarne Friedrichs und Ole Hennseler sorgten zwei weitere MTV-OLer für Paukenschläge. Erstmals seit sieben Jahren fanden wieder beide Teamwettbewerbe an einem Wochenende statt und bescherten den Berliner Ausrichtern mit gut 650 Teilnehmern eine gut besuchte Veranstaltung. Dazu präsentierten sie den Wettkämpfern ein eiszeitlich geprägtes, flach hügeliges Terrain mit einem ausgeprägtem Kiefernbestand und teilweise starkem und kräftezehrendem Gras- und Blaubeerbewuchs. In dem recht wegearmen Waldstück in unmittelbarer Nähe zu einem ehemaligen sowjetischen Bombenabwurfplatz waren somit bei hohem Lauftempo saubere Kompassarbeit und das Orientieren an den Höhenstrukturen gefragt. Das Staffelrennen in der D15-18 wurde zu einer Neuauflage des Jugendländervergleichswettkampfes aus dem Frühjahr, denn die sächsische Staffel entsprach der des USV TU Dresden, die bayrische der der OLG Regensburg und die niedersächsische der des MTV Seesen. Alle drei Teams liefen der Konkurrenz mit riesigem Vorsprung voraus, doch was nach der ersten Läuferin schon wie eine sichere Sache für die Dresdenerinnen aussah, weil Startläuferin Ann-Charlotte Spangenberg nach einem Patzer den Anschluss verlor und mit rund sechs Minuten Rückstand zum Wechsel kam, wurde noch einmal richtig spannend. Mit starker Leistung verkürzte Meike Hennseler den Rückstand erheblich, doch Schlussläuferin Birte Friedrichs erwischte die längere Gabel und kam nur noch bis auf Sichtweite an die Regensburger Konkurrentin heran. Wie in einigen Kategorien gab es eine knappe Entscheidung, für die Seesener Mädchen blieb aber „nur“ eine schöne Bronzemedaille. Gleich zwei Staffeln schickte der MTV bei den Schülern ins Rennen. Alle starteten das erste Mal auf Bundesebene für den Verein und waren entsprechend nervös, was sich in kleineren Fehlern niederschlug. Dennoch machten alle ihre Sache prima, gehörten sie doch zu den jüngsten Teams im Wettbewerb. Unter den 20 gestarteten Staffeln belegten Lina Buchberger, Anton Knoll (aus Bielefeld, über das Zweitstartrecht für den MTV laufend) und Theo Hennseler den 10. Platz sowie Aaron Wandelt, Julius Wandelt und Till Buchberger ziemlich dicht dahinter den 12. Rang. Zweifelsohne ist da in den kommenden Jahren noch Einiges zu erwarten. Für das H145-Team des MTV Seesen ging es im Wesentlichen ebenfalls um das Erfahrungsammeln und darum, nicht Letzte zu werden. Dieses Ziel schafften sie als 17. unter 21 gestarteten Teams. Die Rahmenstaffel des MTV lief nicht zuletzt dank einer guten Leistung der Braunlagerin Karolin Kühnhold, die über das Zweitstartrecht seit Jahren für den MTV läuft und nach langer Pause wieder ihr erstes Rennen – hier zusammen mit Martin Hennseler und Ulrike Friedrichs – bestritt, als Elfte unter 43 gestarteten Teams ein. Bei den Herren startete Bjarne Friedrichs bereits im zehnten Jahr über das Zweitstartrecht für den SV TU Ilmenau. Leider hatte bei den Titelverteidigern der Startläufer Florian Bergmann einen schlechten Tag erwischt und kam erst mit zwölf Minuten Rückstand als 12. zum Wechsel. Sein Bruder Sebastian schaffte mit toller Aufholjagd den Sprung nach vorn bis auf Rang vier, den der Seesener im roten Trikot ebenfalls dank einer ungünstigeren Gabelung nur verwalten konnte. Zur Medaille fehlte eine halbe Minute. Eine sensationelle Vorstellung bot in dieser Kategorie der über das Zweitstartrecht für den WSV Braunlage startende Jugendliche Ole Hennseler, der das Kunststück fertigbrachte, auf der Startstrecke als Zweiter zu übergeben. Leider fehlte dieser Staffel ein dritter Läufer. Im gleichen Waldstück wurden tags darauf die Deutschen Bestenkämpfe im Mannschafts-OL ausgetragen. Dieser Tag verlief für die Seesener OLer durchweg noch erfolgreicher. So sicherte sich das Ilmenauer Herren-Team mit Bjarne Friedrichs dank dessen guter Aufteilung der neben 12 Pflichtposten noch 54 anzulaufenden Zusatzposten einen deutlichen Sieg, den fünften im Team-OL neben fünf Staffeltiteln seit 2006. In der D15-18 erhielt Karolin Kühnhold eine Chance und konnte sich nach guter Teamarbeit zusammen mit Ann-Charlotte Spangenberg und Birte Friedrichs über einen hervorragenden zweiten Platz hinter den Dresdener Mädchen freuen. Somit war der Weg frei für eine reine Familienmannschaft mit Martin, Ole und Meike Hennseler. Die drei harmonierten in der Rahmenkategorie prächtig und trugen einen überaus deutlichen Sieg davon. Die beiden H14-Teams verbesserten sich unter erneut 20 gestarteten Teams auf die Ränge 8 und 9, wobei ein gröberer Fehler von Lina Buchberger das erste Team sogar eine mögliche Medaille gekostet hat. Auch das Senioren-Trio harmonierte prächtig und konnte sich auf einen nicht erwarteten 12. Rang verbessern.
Detlev Friedrichs

Birte Friedrichs überzeugt bei Junioren-Weltmeisterschaften!

Birte im Zieleinlauf

Mit einem recht großen Team von sechs Junioren und vier Juniorinnen reiste der Orientierungslauf-Bundestrainer Thomas Meier ins norwegische Rauland, wo in der vergangenen Woche im Bergland der Telemark auf fast tausend Meter Höhe die Junioren-Weltmeisterschaften stattfanden. Zum deutschen Team gehörte auch Birte Friedrichs (MTV Seesen), die  in diesem Jahr auch in der D-18 in Rumänien bei den Jugend-Europameisterschaften hätte antreten können, sich aber für die Bewerbung für einen Start bei der JWM in Norwegen entschied und von den Trainern aufgrund ihrer guten Frühjahrsergebnisse nicht übergangen werden konnte. Und die gerade einmal 17jährige Seesenerin machte ihre Sache sehr gut und überzeugte im Feld der bis Zwanzigjährigen mit für deutsche Verhältnisse ausgezeichneten Leistungen.

Vor den Wettkämpfen hatte das deutsche Team noch eine Woche Zeit, um sich im norwegischen Bergland, in dem einen Monat zuvor noch Schnee gelegen hatte, zu akklimatisieren und sich mit den Besonderheiten des Terrains vertrauter zu machen. Dieses gelang bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auch. Nach der Eröffnungszeremonie für die rund 300 Aktiven aus 40 Nationen samt ihren Betreuern folgte als erste Disziplin der Sprint-OL, der die Athleten durch den Ort Amot führte und sie bei höchstem Tempo in ungewohnter Weise forderte. Extrem knifflige Routenwahlentscheidungen unter Berücksichtigung eines sehr profilierten Höhenbildes mussten in Sekundenschnelle getroffen werden und nicht immer entschieden sich die Athleten richtig. Obwohl Birte das Rennen in ihrer Art eher vorsichtiger begann, wählte sie dennoch auf zwei längeren Teilstrecken die ungünstigeren Routen und verlor dadurch gut eine Minute. Im Endklassement lag sie knapp hinter ihren Teamkameradinnen Patricia Nieke (Dresden – 52.) und Leonore Winkler (Jena – 63.) als 65. noch in der ersten Hälfte des 135köpfigen Teilnehmerfeldes der Juniorinnen und hatte damit ihr erstes Ziel trotz der kleinen Fehler erfüllt.

Für den Lauf über die Mitteldistanz waren die Felder in jeweils drei Vorläufe eingeteilt, aus denen sich jeweils die zwanzig Besten für die A-Finalläufe qualifizierten. Dieses gelang allen vier  deutschen Mädchen mit Vorlaufplatzierungen zwischen Rang 10 und 18, was in den Vorjahren nicht so häufig passierte, sowie zwei der sechs Jungen. Dieses erfreuliche Ergebnis erzielten sie, weil sie bei Sturmböen, Regenschauern und wesentlich kühleren Temperaturen sich an die Hinweise der Trainer hielten, sichere Routen zu wählen und immer kontrolliert zu laufen. Eine angepeilte Top 30-Platzierung blieb den Deutschen tags darauf bei den Finalläufen versagt, mit Rang 33 erzielte Moritz Döllgast dennoch eine tolle Platzierung, die beste des deutschen Teams in der Woche. Birte blieb zwar auf der 3,6 km langen Strecke (Luftlinie) nicht fehlerfrei, kämpfte aber ehrgeizig und platzierte sich schließlich auf einem ausgezeichneten 43. Rang und war ebenso zufrieden wie ihre Mitstreiterinnen Paula Starke (Dresden – 36.), Leonore Winkler (46.) und mit Abstrichen Patricia Nieke (59.).

Nach einem Ruhetag stand die Entscheidung über die Langdistanz an, die über 7,4 km bei 235 Höhenmetern durch ebenso fast wegelosen Wald mit vielen Sumpfstreifen und Felsen führte. Häufig führte die beste Route durch oder entlang der Sümpfe, die nicht zu nass und dadurch gut zu belaufen waren. Mit einem hervorragenden 45. Platz und der an diesem Tag besten deutschen Platzierung beendete Birte dieses schwere Rennen.

Den Abschluss bildeten traditionsgemäß die Staffelrennen. Während die deutsche Juniorenstaffel mit Moritz Döllgast dicht an der Spitzengruppe wechselte und erst nach hinten heraus patzte, machte die deutsche Startläuferin Paula Starke auf der Schlussschleife nach dem Sichtposten zwei  Schnitzer und kam mit einer Viertelstunde Rückstand zum Wechsel. Bei Birte als zweiter Läuferin merkte man, dass im fünften Rennen in sechs Tagen ein wenig die Luft raus war. Läuferisch hatte sie nicht mehr viel zuzusetzen, hinzu kamen kleine Konzentrationsfehler. Dennoch gelangen es ihr und der Schlussläuferin Patricia Nieke, die Staffel noch um einige Plätze nach vorn zu bringen. Im Endklassement wurde das Team als akzeptable 16. unter 26 Staffeln bzw., wenn man die gestarteten Zweitstaffeln der größeren Nationen mit einrechnet, als 22. von 42 Staffeln.

In einer Teamwertung aller Ergebnisse der JWM-Woche rangiert das deutsche Team an 14. Stelle, was ungefähr der Leistungsfähigkeit entspricht. Die meisten Medaillen gingen an die skandinavischen Länder bzw. die Schweiz, also die großen OL-Nationen. Während der Bundestrainer Thomas Meier ein wenig mit den teilweise schwankenden Leistungen einiger Schützlinge haderte, zeigte er sich mit Birtes Leistungen vollauf zufrieden und hofft, dass sie in den kommenden drei Jahren eine festen Größe im deutschen Junioren-Team bleibt.
Detlev Friedrichs

MTV-OLer siegen auch beim Hamburg-OL

Drei Starts an zwei Tagen bot das „Hamburg-OL“ genannte Wochenende, das die niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Orientierungsläufer sowie einige dänische Gäste in Hamburgs Umgebung lockte. Nördlich der Metropole bei Norderstedt standen zunächst die Landesmeisterschaften des nördlichsten Bundeslandes über die Mitteldistanz an, die für die Niedersachsen als Landesranglistenlauf gewertet wurden, am Sonntag in den Harburger Bergen ebenfalls über die Mitteldistanz waren die Vorzeichen umgekehrt. Wem das nicht reichte, konnte am Samstagnachmittag vor dem Status Quo-Konzert im Hamburger Stadtpark noch einen Sprint-OL bestreiten, der für die Deutsche Park-Tour zählt. Bei allen Läufen standen mehrfach auch wieder OLer des MTV Seesen auf dem Siegerpodest.

Gleich fünf Ranglistensiege verbuchten die MTV-OLer in dem kleinen und nahezu topfebenen Waldgebiet bei Norderstedt, dessen Hauptschwierigkeit darin bestand, möglichst geschickt das nach Forstarbeiten herumliegende Holz ohne Richtungsverlust zu umlaufen. Schweden-Heimkehrer Ole Hennseler sorgte in seinem ersten Wettkampf auf deutschem Boden in der H-18 ebenso für einen deutlichen Sieg wie Birte Friedrichs in der D-18 und Lina Buchberger in der D-14. Gleich einen Doppelsieg schafften Till Buchberger und Julius Wandelt in der H-12; beide trennte im Ziel genau eine Minute. Den fünften Ranglistensieg steuerte  Ulrike Friedrichs bei, die sich in der D55 allerdings einer Dänin geschlagen geben musste. Weitere zweite Plätze in der niedersächsischen Ranglistenwertung sicherten sich Martin (H40) und Theo Hennseler (H-14) sowie René Wandelt in der H45, Detlev Friedrichs (H60) und Aaron Wandelt (H-14) wurden Vierte.

Auf dem Weg nach Norwegen zu seinen Weltmeisterschaften machte das deutsche Junioren-Nationalteam beim Sprint im Hamburger Stadtpark Halt und sammelte dabei noch Birte Friedrichs ein. Deshalb lief diese auch die Damenstrecke und hätte den Lauf nach starker Vorstellung auch  klar gewonnen, wenn sie nicht auf der Luftlinie einen Posten überlaufen hätte. Hoffentlich ist die verpatzte Generalprobe ein gutes Omen. Für Seesener Siege bei diesem Sprint sorgten Ole Hennseler (H-18) und Lina Buchberger (D-14), auch Martin Hennseler (H35) und René Wandelt (H-45) schlugen sich mit guten Mittelfeldplatzierungen sehr achtbar. Die vereinsinterne Auseinandersetzung um den besten männlichen Nachwuchsläufer in der H-14 entschied Julius Wandelt vor Theo Hennseler, Aaron Wandelt und Till Buchberger für sich.

Drei weitere Landestitel sammelten die MTVer dann in den Harburger Bergen bei den Landesmeisterschaften über die Mitteldistanz. Im Kontrast zum Vortag forderten knackige Anstiege in dem eiszeitlich gebildeten Endmoränengebiet mit ausgeprägtem Höhenrelief die Athleten und ließen wenig Zeit für das Genießen des schönen Mischwaldes. Erneut siegreich blieben Ole Hennseler und Lina Buchberger und auch in der H-12 gab es eine Wiederholung des erfreulichen Doppelsieges durch Till Buchberger und Julius Wandelt. Die zweite Silbermedaille der MTVer erlief Martin Hennseler (H40), Bronze holte noch Aaron Wandelt, der seinen Vereinskameraden Theo Hennseler um neun Sekunden auf Rang vier verdrängte. Ebenfalls Vierter wurde René Wandelt in der H45, Ulrike (allerdings eine Kategorie höher in der D50) und Detlev Friedrichs (H60) platzierten sich jeweils als Fünfte.

Ergebnisse der Landesmeisterschaften in Seesen-26.04.2015 - Lang

Download(PDF): Ergebnisse-LM- Lang 2015

Download(PDF): IS-Ergebnisse-LM-Lang

Zwei Staffel-Landestitel für MTV-OLer !

Erstmals trugen die niedersächsischen Orientierungsläufer ihre Landestitelkämpfe im Staffel-OL in einem typischen Sprintgelände aus. In Langenhagen führten die Strecken durch den Stadtpark sowie die angrenzenden Sport- und Schulgelände und verleiteten zu hohem Tempo und Fehlstempeln bei dicht stehenden Posten. Die MTV-OLer ließen sich davon nicht irritieren und überzeugten mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille.

Eine der spannendsten Entscheidungen gab es in der H-14, denn mit ganzen vierzehn Sekunden Vorsprung sicherten sich die Geschwister Aaron und Julius Wandelt doch etwas überraschend mit ausgezeichneter Leistung gegenüber den leicht favorisierten Jungen vom MTK Bad Harzburg den Sieg. Die zweite Staffel des MTV, von Till Buchberger beim Wechsel sogar in Führung gebracht, kam als ebenfalls erfreuliche Vierte ins Ziel, blieb aber außer Konkurrenz, weil der für Theo Hennseler eingesprungene Jannik Ebbighausen bei seinem ersten offiziellen Wettkampf noch ohne Startpass war.

Eine prächtige Leistung lieferte die 13jährige Lina Buchberger, die in der Jugendstaffel der D-18 aushelfen musste, weil mit Meike Hennseler und Ann-Charlotte Spangenberg gleich zwei Läuferinnen an diesem Wochenende zu den Jugend-Europameisterschaften nach Rumänien aufgebrochen waren. Lina kam bereits als Führende von der Strecke, so dass Birte Friedrichs nur noch den Sack zumachen musste. Dieses tat sie allerdings souverän mit deutlicher Streckenbestzeit, ließ den Hauptkonkurrentinnen vom MTK Bad Harzburg keine Chance und fügte ihrer Goldmedaillensammlung eine weitere hinzu.

Während das Seniorinnenteam mit Ulrike Friedrichs und Irene Buchberger zwar mit knappem Rückstand als Vierte ins Ziel einlief, wegen eines überlaufenen Postens aber außer Wertung blieb, schafften die Senioren Christian Buchberger, René Wandelt und Martin Hennseler ihr Ziel, mindestens die Bronzemedaille zu erringen, und freuten sich über drei ordentliche Läufe. Einen weiteren Sieg verbuchten die MTV-OLer in der Rahmenstaffel: Drei Tage nach seiner Heimkehr von seinem knapp einjährigen Schwedenaufenthalt lief Ole Hennseler mit so großem Vorsprung zum Wechsel, dass Senior Detlev Friedrichs den deutlichen Sieg routiniert nach Hause laufen konnte.

OLer in Sachsen erneut gut platziert!

Am vierten Kompaktwochenende hintereinander mussten die deutschen Orientierungsläufer erneut nach Sachsen reisen: In Freiberg standen die Deutschen Meisterschaften im Sprint-OL auf dem Programm, tags darauf folgte ein Bundesranglistenlauf über die Langdistanz. Die Delegation des MTV Seesen brachte bei der Sprint-DM immerhin sechs Aktive in die A-Finalläufe, blieb dann aber ohne Medaillen. Zwei fünfte Plätze bildeten dennoch ein gutes Ergebnis. Noch erfolgreicher aus MTV-Sicht verlief der Sonntag.

Austragungsort für die Deutschen Meisterschaften im Sprint-OL war die Universitäts- und Bergstadt Freiberg, geprägt durch 800 Jahre Bergbautätigkeit und die 250 Jahre alte Bergakademie. Die Vorläufe führten durch den Uni-Campus und boten nur wenige knifflige Routenwahlen. Sechs der neun gestarteten MTV-OLer schafften den Sprung in die A-Finalläufe, wobei Birte und Bjarne Friedrichs mit jeweils locker herausgelaufenen zweiten Plätzen in ihren Vorläufen überzeugten. Dies sollte sich im Verlauf des Tages aber noch rächen.

Am Nachmittag wurden dann die Finalläufe in der prächtigen Altstadt von Freiberg durchgeführt, bei denen ebenfalls die läuferische Komponente überwog.  Im B-Finale der Herren 35 konnte Martin Hennseler den Sieg davontragen, Renè Wandelt platzierte sich mit Rang 15 im Mittelfeld der H45 und der elfjährige Julius Wandelt belegte in der H-14 einen guten vierten Platz. In der gleichen Kategorie konnten Theo Hennseler als 12. und Aaron Wandelt als 17.  des A-Finallaufes mit ebenfalls guten Leistungen durchaus zufrieden sein. Im A-Finale der D-14 lag Lina Buchberger bis zum vierten Posten sogar in Führung und wurde für ihren couragierten Lauf letztendlich mit einem tollen fünften Platz und damit ihrer ersten Podestplatzierung bei einer DM belohnt.

Auch im A-Finale der D-18 war der MTV mit zwei Aktiven vertreten. Die noch 14jährige Meike Hennseler hielt sich trotz starker Erkältung sehr beachtlich und belegte am Ende einen durchaus erfreulichen neunten Platz. Die als Medaillenanwärterin geltende Birte Friedrichs verlor durch zwei schlechte Routen einige Sekunden und hatte zudem bei einsetzendem Regen, da in umgekehrter Reihenfolge der Vorlaufergebnisse gestartet wurde, zunehmend widrige Verhältnisse auf dem Kopfsteinpflaster. So musste sie sich nach zwei Silbermedaillen in den Vorjahren in diesem Jahr mit dem fünften Rang begnügen. Noch ärger traf der Regen die spät startenden Läufer in den Eliteklassen – einige Stürze waren zu beobachten, andere liefen vor allem in den Kurven eher defensiver, so dass das Ergebnis doch ein wenig verfälscht wurde. So blieb für den nicht gerade als Sprinter bekannten Bjarne Friedrichs nach 4,1 km in einem sehr engen Zieleinlauf letztendlich der zehnte Rang.

Im nahe gelegenen Tharandter Wald, der noch einmal gut getränkt worden war, fand am Sonntag der Bundesranglistenlauf über die Langdistanz statt. Leider waren hier die Grünbestände und damit die Belaufbarkeit nicht immer aus Läufersicht kartiert, so dass manche theoretisch gute Routenwahl  sich in der Praxis als Fehler erwies. Dennoch konnte Bjarne Friedrichs in der Herren-Elite nach 14 km als Drittplatzierter die Verhältnisse wieder ein wenig zurecht rücken. Vollauf rehabilitieren konnte sich auch Birte Friedrichs, die in der D-18 einen souveränen Sieg erreichte und damit ihre Ambitionen, für die Junioren-Weltmeisterschaften in Norwegen nominiert zu werden, nachdrücklich untermauerte.

Einen Missgriff im wahrsten Sinne des Wortes leistete sich Lina Buchberger in der D-14, denn am Start schnappte sie sich eine falsche Karte und merkte dieses Malheur erst nach mehreren hundert Metern. Durch das Umtauschen der Karte verlor sie so viel Zeit, dass sie damit vermutlich ihren ersten Sieg bei einem Bundesranglistenlauf verschenkte und mit Platz fünf zufrieden sein musste. Auch die weiteren MTV-Youngster überzeugten mit ihren Leistungen: Aaron Wandelt wurde Elfter in der H-14, Theo Hennseler und Julius Wandelt beendeten das Rennen der H-12 einträchtig nacheinander auf den sehr guten Rängen drei und vier. Zufrieden zeigten sich zumindest mit den Platzierungen auch die Senioren des MTV: Ulrike Friedrichs belegte in der D55 den fünften Rang, Detlev Friedrichs (H60) gelang mit einem siebten Rang mal wieder der Sprung in die vordere Hälfte des Klassements und Martin Hennseler beendete seine 8,6 km lange Strecke als Zehnter.

 

 

 
 

Birte Friedrichs in den C-Kader aufgerückt

Auf der Basis der Ergebnisse der abgelaufenen Saison und der vorliegenden Bewerbungen hat der Trainerrat im deutschen Orientierungslaufsport nun die Kaderzusammensetzungen für 2015 festgelegt und bekanntgegeben. Unter den 23 für die B-, C- oder D/C-Kader nominierten Athleten befinden sich drei Niedersachsen, die allesamt aus dem MTV Seesen kommen.

Bereits des fünfte Jahr in Folge wird Bjarne Friedrichs dem nationalen B-Kader angehören, der höchsten Ebene, da keine Athleten in einen potentiell möglichen A-Kader berufen wurden. Mit seinen konstant guten Leistungen auf nationaler (Siege bei den Deutschen Meisterschaften im Mittel-OL, Nacht-OL, Staffel-OL und bei den Dt. Hochschulmeisterschaften sowie Gewinn der Bundesrangliste) und auf internationaler Ebene (mit hervorragenden Platzierungen bei den Europa-, Welt- und Studentenweltmeisterschaften) ist er eine feste Größe in der deutschen Nationalmannschaft. Für 2015 wird der Fokus des 24jährigen Studenten, da Europameisterschaften und Studenten-WM im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfinden, voll auf die Weltmeisterschaften in Schottland ausgerichtet sein.

Für Birte Friedrichs geht ebenfalls ein sehr erfolgreiches Jahr zuende, das ebenfalls von Konstanz geprägt war. So siegte sie bei den Deutschen Bestenkämpfen im Nacht-OL und den Deutschen Meisterschaften über die Langdistanz, im Sprint-OL und im Ultralang-OL auf Bundesebene holte sie sich jeweils die Silbermedaille. Auch die Bundesrangliste beendete sie ganz knapp geschlagen als Zweite. Absoluter Höhepunkt für sie waren jedoch die Jugend-Europameisterschaften in Mazedonien, bei denen sie mit Rang vier über die Langdistanz und Rang acht im Sprint die Glanzlichter des deutschen Teams setzte. Aufgrund dieser tollen Ergebnisse rückt die 16jährige Schülerin in den nationalen C-Kader auf. Für 2015 hat sie zunächst einmal die erneute Qualifikation für die Jugend-Europameisterschaften in Rumänien im Visier, sollte es mit der Saisonvorbereitung alles gut klappen, könnten aber auch die zwei Wochen später in Norwegen stattfindenden Junioren-Weltmeisterschaften ein Thema sein.

Der für ein Jahr in Schweden weilende Ole Hennseler wird weiterhin dem D/C-Kader angehören. Da die nationalen Titelkämpfe überwiegend in der zweiten Saisonhälfte stattfanden, ist seine Erfolgsbilanz naturgemäß etwas spärlicher. Zu Buche stehen ein dritter Rang bei den Deutschen Bestenkämpfen im Nacht-OL sowie Platz 31 unter über hundert Teilnehmern bei den Jugend-Europameisterschaften im Sprint-OL sowie ein starker Staffelauftritt. Für den 16jährigen Schüler gilt es, die guten Rahmenbedingungen in Schweden für eine weitere Verbesserung zu nutzen, um hoffentlich auch im kommenden Jahr bei den Jugend-Europameisterschaften für Deutschland an den Start gehen zu können.

Trotz einer sehr guten Saison mit einigen hervorragenden Platzierungen auch auf Bundesebene fand die Bewerbung seiner 14jährigen Schwester Meike für den D/C-Kader bei den Trainern noch keine Berücksichtigung. So wird sie die neue Saison weiter nutzen müssen, um die Trainer auf sich aufmerksam zu machen.

 

Birte Friedrichs holt DM-Gold !

Erneut fand die Medaillenvergabe bei einer Deutschen Einzelmeisterschaft im Orientierungslauf mit Seesener Beteiligung statt: Bei der DM im Lang-OL im Friedewald nördlich von Dresden gewann in der D-16 Birte Friedrichs den Titel! Ihrem Bruder Bjarne, der vier Wochen zuvor den Titel über die Mitteldistanz errungen hatte, wurde, in Führung liegend, ein Bingo-Posten zum Verhängnis statt eines möglichen Sieges blieb nur ein undankbarer fünfter Platz.

Am Freitagnachmittag stand zunächst in Coswig der letzte Sprint des Jahres zur Deutschen Park-Tour auf dem Programm.  Meike Hennseler trug hier in Anlehnung an ihre letzten guten Ergebnisse einen klaren Sieg in der Kategorie D-14 davon, der ihr im Hinblick auf die Deutsche Park-Tour  allerdings nichts brachte, konnte sie sich doch vom fünften Platz in der Gesamtwertung nicht weiter verbessern. In der D-18 musste Birte Friedrichs lediglich darauf achten, dass der Rückstand auf die einzige Läuferin, die ihr den vierten Gesamtsieg in Folge streitig machen konnte, nicht zu groß wurde. Dies gelang ihr bei lediglich 18 Sekunden Rückstand nach 3 km Laufstrecke durch die Stadt vorzüglich der Gesamtsieg 2014 war in trockenen Tüchern.

Das eher flache Laufgebiet der DM präsentierte sich wie schon in den beiden letzten Wettkämpfen dank der vielen Regenfälle des Sommers sehr feucht und vor allem üppig grün, vor allem auch mit vielen Brombeerflächen und liegendem Astwerk, so dass das Durchlaufen mühsam und sehr kraftraubend war. Erstes Opfer aus Seesener Sicht war Ulrike Friedrichs, die in der D55 nicht immer mit der Art der Kartierung zurecht kam und sich auf Rang acht platzierte (ebenso auch in der abschließenden Bundesrangliste). In der D-14 war Meike Hennseler aufgrund vieler ausgezeichneter Saisonergebnisse durchaus zum erweiterten Favoritenkreis gezählt worden, aber auch sie hatte nicht ihren besten Tag erwischt und musste mit Rang fünf (den sie auch in der Bundesranglistenwertung einnimmt) zufrieden sein.

In der D-16 profitierte Birte Friedrichs sicherlich ein wenig von der Abwesenheit ihrer Dresdener Dauerkonkurrentin Ellen Klüser, aber sie spielte auf der 5,5 km langen Strecke auch ihre ganze physische Stärke aus und überholte, da in umgekehrter Reihenfolge der Bundesrangliste mit vier Minuten Abstand gestartet wurde, sogar noch die vor ihr in den Wald gegangenen Läuferinnen und errang damit nach vielen Silber- wieder einmal eine DM-Goldmedaille. Mit diesem tollen Lauf hätte sie um ein Haar auch noch die bis dato in der Bundesrangliste führende Klüser abgefangen ganze 0,25 Punkte fehlen am Ende.

Von der Zwischenzeitnahme wurde Bjarne Friedrichs in der Herren-Elite, die 16,2 km Luftlinie bei 420 Höhenmeter zu bewältigen hatte, mit Bestzeit gemeldet, aber im Ziel mussten die anderen MTV-OLer länger auf ihn warten als ihnen lieb war. Die Medaillen übrigens hauchdünn innerhalb von vier Sekunden waren bereits vergeben, als er endlich aus dem Wald dem Ziel zustrebte. Was war geschehen? Ein kleines Loch im Grün, bei dem der Posten nicht mehr wie vorgeschrieben sichtbar am Rand, sondern unten drin steckte, war ihm zum Verhängnis geworden. Da er es nicht wie seine Kontrahenten durch Glück gleich fand, verlor er rund sieben Minuten durch mehrmaliges neues Anorientieren und wurde mit viereinhalb Minuten Rückstand Fünfter. Damit wurde es nichts mit dem angepeilten Double, aber immerhin blieb ihm erstmals seit seiner Zugehörigkeit zu den Erwachsenen wieder der Gewinn der Bundesranglistenwertung.

Im gleichen Gelände folgte am Sonntag noch die Deutschland-Cup-Staffel, eine Fünferstaffel für Vereinsmannschaften nach vorgegebenen Kriterien, die den Saisonabschluss auf nationaler Ebene darstellt. Da das angereiste MTV-Team zu klein war, startete man in einer Rahmenkategorie. Unter den 75 Rahmenstaffeln schlugen sich Birte Friedrichs, Meike Hennseler und die über das Zweitstartrecht laufende Ann-Charlotte Spangenberg prima und belegten, nur um eine Sekunde im Schussspurt bezwungen, einen schönen fünften Platz.

MTV-OLer auch in den Rehburger Bergen erfolgreich (28.09.2014)

Der vorletzte von acht Landesranglistenläufen der Saison führte die niedersächsischen Orientierungsläufer in die Rehburger Berge unweit des Steinhuder Meeres. In dem an seiner Ostflanke durchaus steilen und ansonsten von Relikten einer früheren Bergbautätigkeit und sehr viel Unterbewuchs geprägte Waldstück fand ein Lauf über die Mitteldistanz statt. Die MTV-OLer überzeugten erneut mit vier Tagessiegen und weiteren guten Platzierungen.

Eine Woche nach seinem überragenden Sieg in Liebenburg distanzierte Bjarne Friedrichs die Konkurrenz erneut überaus deutlich und stellte eine Woche vor den deutschen Titelkämpfen seine gute Verfassung unter Beweis. Für die weiteren Siege sorgten in ebenfalls überlegener Manier die jungen Damen: Birte Friedrichs in der D-18, Meike Hennseler in der D-14 und Lina Buchberger in der D-12. Alle drei sicherten sich damit bereits vorzeitig den Gewinn der diesjährigen Landesrangliste in ihren Kategorien.

Während Christian Buchberger (H45) sowie Ulrike und Detlev Friedrichs ihre Hoffnungen auf bessere Platzierungen in Dickichten begraben mussten, gefielen einmal mehr die Youngster in der H-12. Mit soliden Läufen landeten Aaron Wandelt und der leicht lädierte Theo Hennseler auf den Rängen zwei und drei. Für eine Riesenüberraschung hätte um ein Haar der jüngste Teilnehmer im Feld gesorgt, denn bis zum vorletzten Posten lag in den Zwischenzeiten der neunjährige Till Buchberger in Front, ehe er den letzten Posten ungefähr hundert Meter zu früh suchte und so viel Zeit dabei verlor, dass er auf den fünften Platz unmittelbar vor seinem Vereinskameraden Julius Wandelt zurückfiel. Für Theo reichte es aber ebenfalls für den vorzeitigen Ranglistengewinn.

Sieg und Pech bei Deutschen OL-Meisterschaften(06.09.2014)

Seinen 22. DM-Titel sicherte sich Bjarne Friedrichs am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften der Orientierungsläufer über die Mitteldistanz, die der OLV Weimar bei Bad Klosterlausnitz ausgerichtet hatte. Pech hatte er dabei allerdings insofern, als er kurz vor dem Ende des Rennens umknickte, sich zwar noch ins Ziel rettete, nun aber erst einmal eine Zwangspause einlegen muss. Pech hatte auch seine Schwester Birte, die an einem Posten so viel Zeit verlor, dass sie nur auf einem für sie indiskutablen siebten Rang einkam. Aufs Podium schaffte es immerhin noch Ulrike Friedrichs als Fünfte ihrer Kategorie. Wegen Verpflichtungen beim Sehusafest waren die MTV-OLer nur mit einem kleinen Kontingent vertreten.

Das Wettkampfgebiet erstreckte sich beiderseits des idyllischen „Eisenberger Mühltals“ und bestand aus einem Mischwald, dessen Belaufbarkeit durch Farn, Heidelbeerkraut und herumliegendes Altholz erschwert wurde. Zudem erforderten diffus verschwimmende Vegetationsgrenzen und durch den starken Unterbewuchs nicht leicht zu erkennende Postenstandorte hohe Präzision beim Anorientieren, manchmal aber auch etwas Glück. Das führte zu einigen überraschenden Ergebnissen.

Nicht beeindrucken ließ sich davon der Seesener Bjarne Friedrichs in der Herren-Elite. Mit konzentriertem und nahezu makellosem Lauf setzte er sich bei den Zwischenzeiten sofort an die Spitze und ließ sich diese auch durch das Umknicken nicht mehr nehmen. Damit wiederholte er nicht nur seinen Triumph von 2012, sondern setzte sich mit seinem Sieg auch an die Spitze der diesjährigen Bundesrangliste. Verletzungsbedingt konnte er diese Führung beim Bundesranglistenlauf über die Langdistanz am Sonntag nicht noch weiter ausbauen.

Rund fünf Minuten verlor Birte Friedrichs in der D-16 bei der Suche nach ihrem zweiten Posten an einer Baumwurzel im Farnkraut, einem sogenannten „Bingoposten“, der eigentlich nicht vorkommen sollte. Ohne diesen Zeitverlust hätte es möglicherweise noch knapp für den Sieg gereicht, so wurde es mit Platz sieben das schlechteste Ergebnis seit Jahren. Dafür drehte sie beim Bundesranglistenlauf (BRL) den Spieß um und erreichte nach fehlerlosem Lauf über die 4,7 km lange Strecke mit deutlichem Vorsprung den Tagessieg in ihrer Kategorie.

In der D55 konnte Ulrike Friedrichs zwar nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen, aber mit einem guten Lauf erreichte sie immerhin einen erfreulichen fünften Platz. Beim BRL  gelang ihr sogar noch eine Steigerung auf den vierten Rang, allerdings mit deutlichem Rückstand. Detlev Friedrichs startete nur beim BRL und platzierte sich in der H60 nach durchwachsenem Lauf im hinteren Mittelfeld.

Bjarne Friedrichs überzeugt bei OL-Weltmeisterschaften

Parallel zu der entscheidenden Woche bei der Fußball-WM fanden in Norditalien im Trentino die Weltmeisterschaften im Orientierungslauf statt. Zum vierten Mal in Folge gehörte auch der Seesener Bjarne Friedrichs zum deutschen WM-Team, das sich im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr beachtlich hielt und im Nationenranking sogar leicht verbesserte. Auch Bjarne Friedrichs konnte mit seinen Leistungen durchaus zufrieden sein.

Die WM begann mit den Sprintentscheidungen bei den Männern und Frauen, die noch im herkömmlichen Stil mit Vor- und Endlauf ausgetragen wurden. Leider konnte sich nur Susen Lösch für die Finalläufe qualifizieren, die aber mit Platz 31 zu überzeugen wusste. Diese Finalläufe fanden in Venedig statt, ein sportliches Highlight, denn bei den vielen Kanälen, Brücken und engen Gassen immer den Überblick zu behalten, erfordert ein hohes Maß an Kartenverständnis. Neu ins WM-Programm aufgenommen wurde eine Sprintstaffel, bestritten von je zwei Männern und Frauen, die Deutschland auf Rang 22 beendete.

Nach einem Ruhetag folgten dann die Walddisziplinen, die im Trentino auf einer Höhe zwischen 1200 und 1700m bei den Ortschaften Asiago und Lavarone durchgeführt wurden. Entsprechend war das teilweise aus offenen Mischwäldern bestehende, verkarstete Terrain sehr steil und steinig und, da immer wieder Regenschauer herniedergingen, auch sehr rutschig. Die Langdistanz mit einer Laufstrecke von 16,4 km Luftlinie bei bemerkenswerten 820 Höhenmetern forderte den Läufern alles ab. Bjarne Friedrichs hatte bei seinem Einstieg in die WM das Pech, dass es während seines Laufes ergiebig regnete, sodass er trotz nahezu fehlerfreien Laufes mit einem 47. Platz leicht unter Wert das Rennen beendete. Sein Teamkamerad Sören Lösch hatte bei späterer Startzeit etwas mehr Glück und wurde guter 30.

Richtig gut lief es für diesen über die Mitteldistanz, die er nach 6 km bei 290 Höhenmetern auf einem für deutsche Möglichkeiten hervorragenden 24. Platz beendete. Auch für Bjarne Friedrichs passte nach einer anfänglichen Unsicherheit im Postenraum alles zusammen und so sprang ein 42. Platz dabei  heraus, der genau den ansprechenden Platzierungen der letzten Jahre entsprach.

Ihrem starken Eindruck der Einzelläufe setzten die beiden in der Staffel noch die Krone auf. Nachdem der Startläufer Bojan Blumenstein nach gutem Beginn schließlich nicht nur aus der Spitzengruppe, sondern auch aus der Verfolgergruppe herausgefallen und nur an 26. Stelle zum Wechsel gelangt war, startete Bjarne Friedrichs eine einzigartige Aufholjagd, machte Platz um Platz gut und wechselte schließlich an 17. Stelle auf Sören Lösch. Mit ähnlich fulminantem Lauf brachte dieser die deutsche Staffel noch auf den 16. Platz, nur um Sekunden von den davorliegenden Teams getrennt, an die er noch herangelaufen war. So gut war das deutsche Herrenteam schon seit Jahren nicht mehr.

Da auch die Damenstaffel mit ihrem 15. Platz ihr Soll erfüllte, schaffte das deutsche WM-Team in diesem Jahr in Italien sein Ziel, die Zugehörigkeit zur Division zwei nicht nur zu erhalten, sondern auch zu stabilisieren. Dies bedeutet, dass man zwar nicht wie die großen OL-Nationen mit ihren Profis in den Einzelläufen jeweils drei Starter, aber immerhin doch zwei Starter stellen darf.

Fünf Siege bei OL-Landesmeisterschaften - 7.7.2014

Bevor es in die Sommerpause geht, zog es die niedersächsischen Orientierungsläufer zu den Landestitelkämpfen über die Mitteldistanz in die Harburger Berge und abends in Anschluss daran zu einem Sprint der Deutschen Park-Tour in den Altonaer Volkspark. Die Stärke des Seesener Nachwuchses lässt sich daran ablesen, dass fünf der acht Titel im Schüler- und Jugendbereich an Aktive des MTV Seesen gingen.

Die Harburger Berge hielten, was versprochen wurde: Offene Buchenwälder und dann steil abfallende Hänge mit vielen kleineren und größeren Taleinschnitten – ein typisches Endmoränengebiet, in dem Höhenlinienlaufen häufig gefragt war. Während Bjarne Friedrichs bereits auf dem Weg zur WM im Trentino war und die Senioren bis auf eine Bronzemedaille durch Ulrike Friedrichs in der D55 leer ausgingen, zeigte sich der MTV-Nachwuchs von seiner besten Seite. So gewannen in der D- und H-12 Lina Buchberger und Theo Hennseler in ihren Kategorien die Titel, auch wenn es bei ihnen noch als Bestenkämpfe gewertet wird. Julius Wandelt kam als jüngster Teilnehmer bei den Jungen immerhin noch auf einen schönen fünften Platz. In der D-14 behielt Meike Hennseler einmal mehr die Oberhand gegenüber ihren beiden Team-Kameradinnen vom MTK Bad Harzburg. Deutliche Siege fuhren die beiden Jugend-Europameisterschaftsteilnehmer Birte Friedrichs und Ole Hennseler in der D- bzw. H-18 ein. Zoe Limberg gewann zudem in der D-18 noch die Silbermedaille.

Für den Park-Tour-Sprint mussten die Teilnehmer nach Hamburg-Altona umsiedeln, um vier Stunden später erneut an den Start zu gehen. Einige Sprintspezialisten auch aus anderen Bundesländern waren ebenfalls angereist, um in der Park-Tour-Wertung wertvolle Punkte zu sammeln. Das Laufgebiet setzte sich aus Teilen des hundertjährigen Altonaer Volksparks und den integrierten Sportstätten Imtech-Arena (Fußball, ehemals Volksparkstadion), O2-World (z.B. Handball) und Volksbank-Arena (Eishockey) zusammen. Ein zwischenzeitlicher Gewitterschauer hatte kurz vor dem Start zwar für Abkühlung gesorgt, aber die Laufwege auch rutschig gemacht.

Für einen tollen Sieg in der H-14 sorgte Theo Hennseler, der in dem unübersichtlichen Sportstättenareal mit teilweise geöffneten Türen und Brücken die Übersicht behielt und sich gegen die teilweise ältere Konkurrenz nach 1,8 km Luftlinie durchsetzte. Für Julius Wandelt sprang immerhin noch ein neunter Rang heraus. In der D-14 drehten die Bad Harzburger Mädchen den Spieß um und errangen die Plätze eins und zwei, Meike Hennseler und Lina Buchberger folgten auf den Plätzen drei und vier. Einen weiteren Sieg verbuchte Birte Friedrichs in der D-18 und kam damit ihrem Ziel, die Park-Tour 2014 zum vierten Male hintereinander zu gewinnen, einen großen Schritt näher, zumal dieser Lauf eine höhere Wertigkeit besitzt. Zoe Limberg wurde hier Dritte. In der H-18 gab es eine spannende Auseinandersetzung an der Spitze, die der JEM-Starter Mark Otto aus Berlin für sich entschied, Ole Hennseler belegte einen guten dritten Platz. Zufrieden zeigte sich auch René Wandelt, der in der H45 mit überschaubarem Rückstand einen guten Mittelfeldplatz erreichte.

Sansationell: Platz Vier für Birte Friedrichs bei den Jugend-Europameisterschaften!

Mit Birte Friedrichs und Ole Hennseler standen wie im Vorjahr zwei Jugendliche des MTV Seesen im 14köpfigen Aufgebot, das der Deutsche Turner-Bund zu den diesjährigen Jugend-Europameisterschaften im Orientierungslauf nach Mazedonien entsandt hatte. Beide rechtfertigten ihre Nominierungen mit ausgezeichneten Leistungen, allen voran Birte Friedrichs, die mit einem glänzenden vierten Platz über die Langdistanz für das herausragende Ergebnis des deutschen Teams  mit der einzigen Podestplatzierung sorgte und zudem im Sprint Achte wurde. Knapp anderthalb Minuten fehlten letztlich zu einer Medaille und eine weitere halbe Minute, um es ihrem Bruder Bjarne gleichzutun, der vor acht Jahren sensationell Vizeeuropameister geworden war. Austragungsort der JEM war das Städtchen Strumica im Südosten Mazedoniens, das das deutsche Team nach einem Flug nach Thessaloniki über Griechenland vier Tage vor der Eröffnung erreichte, um sich ein wenig auf die Wettkampfgebiete einzustellen. Besonders gewöhnungsbedürftig waren die vorherrschenden Temperaturen von deutlich über 30 Grad Celsius in der Ebene. Deswegen wurden die Wettbewerbe auch früh morgens ausgetragen. Angereist waren knapp 420 Jugendliche aus 34 Nationen, die in den Kategorien D und H-16 bzw. D und H-18 um die Titel stritten. Die ersten Entscheidungen standen in Strumica selbst im Sprint-OL an. Die Stadt zeichnete sich durch verwinkelte Gassen aus, zudem war die Routenwahl durch eigens aufgestellte (und kartierte) Zäune erschwert worden. Auf den recht kurzen Strecken waren schnelle Entscheidungen bei höchstem Tempo gefordert, kleinste Fehler kosteten in den jeweils etwa 100köpfigen Teilnehmerfeldern gleich etliche Ränge. Einen nahezu perfekten Lauf erwischte Birte in der D-16, ohne Zögern zog sie ihre – fast immer richtigen – Routenwahlentscheidungen durch und wurde mit einer erwünschten TopTenPlatzierung belohnt. Rang acht und das zweitbeste Ergebnis des deutschen Teams an diesem Tag waren ein Auftakt nach Maß. Auch Ole zeigte einen sehr soliden Lauf in der H-16 bestätigte mit seinem 31. Platz ungefähr sein Vorjahresergebnis. Weniger als anderthalb Minuten Rückstand auf den Silbermedaillengewinner zeigen, wie eng die Läufer beieinander lagen. Tags darauf zur Entscheidung über die Langdistanz ging es ins 25 km entfernt gelegene Bergland, wo zwar angenehmere Temperaturen, dafür aber steile Hänge mit diffizilem Höhenprofil auf die Athleten warteten. Viele kleine Nasen und Mulden sowie Steine erforderten besonders im Postenraum ein sauberes Anorientieren. Nach etwas verhaltenem Beginn fand Birte auch auf ihrer knackigen Langdistanz schnell den richtigen Rhythmus im Gelände und erreichte mit bis dato drittbester Laufzeit die Zielarena. Kurz vor dem Ende schob sich zwar noch eine Läuferin vor sie, so dass der Medaillenrang entronnen war, aber auch über den tollen vierten Platz war Birte überglücklich. Pech hatte Ole, denn wie sein Teamkamerad Veit Slodowski (USV Jena) und einige weitere H-16-Läufer übersah er durch einen unglücklichen Bahneneindruck in der Karte einen Posten und fiel aus der Wertung. Sonst hätte es für Rang 25 gereicht. In einem benachbarten Waldstück, das einige Wiesen, aber auch kaum durchdringbare Dickichte aufwies, wurden am Schlusstag die Staffelwettbewerbe ausgetragen. Beide 18er-Staffeln enttäuschten, beide 16er-Staffeln liefen auf Platz sieben ein, wobei die beiden Seesener Akteure die stärksten Leistungen boten. Leider fiel die Mädchenstaffel aus der Wertung, weil sich die Startläuferin einen Fehlstempel geleistet hatte. Birte glänzte erneut mit der sechstbesten Zeit aller Staffelläuferinnen ihrer Kategorie. Ole übernahm die Staffel als Zwölfter und brachte das deutsche Team mit der fünfzehntbesten Zeit aller Läufer auf Rang neun nach vorn und schloss die Lücke, so dass der Schlussläufer Erik Döhler (Karlsruhe) noch auf den siebten Platz vorlaufen konnte. Trotz dieser unbefriedigenden Staffelergebnisse fällt das Fazit aus Mazedonien überwiegend positiv aus, haben doch viele junge Athleten mit ihren Topergebnissen bewiesen, dass es dem deutschen OL nicht an talentiertem Nachwuchs fehlt. Und die beiden jungen Seesener stellten unter Beweis, dass sie ein wichtiger Bestandteil der deutschen Jugendnationalmannschaft sind und sich topfit auf diesem Saisonhöhepunkt präsentierten.
Detlev Friedrichs

MTV-Orientierungsläufer an zwei Goldmedaillen bei Staffel-DM beteiligt

Seesen (df). Mit einer herausragenden Bilanz kehrten die Orientierungsläufer des MTV Seesen von den Deutschen Meisterschaften im Staffel-OL samt anschließendem Bundesranglistenlauf aus dem Erzgebirge zurück, lediglich das i-Tüpfelchen blieb ihnen verwehrt. Da die meisten Vereine nicht in allen Altersklassen über drei leistungsstarke Aktive verfügen, verstärken sie sich mithilfe des Zweitstartrechts, um gegen die großen Vereine bestehen zu können. Auf diese Weise waren Bjarne Friedrichs und Meike Hennseler jeweils als Schlussläufer ihrer Teams maßgeblich am Gewinn der Goldmedaille beteiligt, während die MTV-Staffel der weiblichen Jugend, klar auf Goldkurs liegend, mit anschauen musste, wie der Titel nach Regensburg ging, weil beide potentiellen dritten Läuferinnen krankheitsbedingt passen mussten.

Das Laufterrain rund um die Greifensteine bot nicht nur Felsen und reichlich Höhenmeter, sondern auch mehrere feinkupierte ehemalige Bergbaugebiete, die sehr genaues Orientieren erforderten und in denen sich die MTV-OLer sichtlich wohl fühlten. So kamen die beiden als Startläufer angetretenen Birte Friedrichs und Ole Hennseler mit Vorsprung aus dem Wald, Ole (mit drittbester Laufzeit aller Jugendlichen) für die Staffel des WSV Braunlage bei der männlichen Jugend, die anschließend mit Niclas und Gerrit Denecke noch auf den 13. von 23 Staffeln zurückfiel. Bei der weiblichen Jugend war nach Bronze vor zwei Jahren und Silber im Vorjahr spaßeshalber das „Unternehmen Gold“ avisiert worden – und tatsächlich lief zunächst alles zugunsten dieses Zieles, denn Birte Friedrichs deklassierte ihre Konkurrentinnen und kam mit sage und schreibe zwölf Minuten Vorsprung vor den Startläuferinnen aus Dresden und Regensburg aus dem Wald. Auch Henriette Käding lief ein prächtiges Rennen und büßte nur wenig von dem Vorsprung ein, aber dann fehlte eben leider die dritte Läuferin.

Eine potentielle dritte Läuferin wäre Meike Hennseler gewesen, aber die war für die D-14-Staffel des MTK Bad Harzburg ausgeliehen worden. Und da durfte sie als Schlussläuferin mit wenigen Sekunden Vorsprung auf die Schlussschleife gehen. Diesmal behielt sie die Nerven und brachte mit souveränem Lauf die Vorarbeit von Solia Stamer und Pia Buchholz sicher zum sogar noch deutlichen Erfolg. Entsprechend groß war die Freude der drei jungen Nachwuchsläuferinnen über ihre Goldmedaille im Zieleinlauf und bei der Siegerehrung.

Bereits im neunten Jahr startet Bjarne Friedrichs für den SV TU Ilmenau in den Teamwettbewerben. Dass es in diesem Jahr nach zwei schwächeren Ergebnissen mal wieder für den Platz ganz oben auf dem Treppchen reichte, lag zunächst einmal an der guten Vorarbeit von Florian Bergmann, der etwas unerwartet bereits an zweiter Stelle liegend zum Wechsel kam und seinen Bruder Sebastian auf die Strecke schickte. Mit gewohnt sicherem Lauf übernahm er sogar die Führung und gab Bjarne Friedrichs einen für Außenstehende beruhigenden Vorsprung von über zwei Minuten mit auf den Weg. Dieser hatte jedoch seine kompletten Nationalteamkameraden als Verfolger, aber routiniert und mit der zweitbesten Zeit aller gestarteten Staffelläufer baute er den Vorsprung auf komfortable fünf Minuten aus und ließ sich dabei auch nicht von einem hereinbrechenden starken Gewitterregen beeindrucken. Lohn war die fünfte Staffel-Goldmedaille mit den Thüringern und die 21. seiner Karriere.

Tags darauf für den Bundesranglistenlauf über die Langdistanz im gleichen Waldgebiet hatte sich der Wald bereits gut von dem Starkregen erholt, nur die Zielwiese war noch sehr schlammig. Für diesen Lauf hatten sich die Ausrichter etwas Besonderes ausgedacht, denn die Teilnehmer wurden in Massenstartwellen in den Wald geschickt, wo durch geschickte Bahnlegungsvarianten die Felder schnell auseinandergerissen wurden und man somit häufig ohne Gegnerkontakt lief. Auch an diesem Tag präsentierten sich die MTV-OLer in ausgezeichneter Form. Für die „schlechteste“ Platzierung sorgte ausgerechnet Bjarne Friedrichs, der den Bundesranglistenlauf der Herren-Elite, der über 13km Luftlinie bei 545 Höhenmetern führte, als Dritter mit ganzen 27 Sekunden Rückstand auf den Sieger Sören Lösch (USV Jena) beendete. Der Vierte hatte bereits über vier Minuten Rückstand.

Für einen Seesener Sieg sorgte völlig überraschend Ulrike Friedrichs in der D50. In ihrem ersten Wettkampf  dieser Saison ließ sie sich durch das Tempo und die Suchaktionen ihrer Konkurrentinnen nicht irritieren, sondern lief fehlerfrei ihre Postenkombination ab und wunderte sich im Ziel, dass noch niemand aus ihrer Kategorie angekommen war. Für drei zweite Plätze sorgten Birte Friedrichs (D-16), Ole Hennseler (H-16) und Meike Hennseler (D-14). War Birtes Platzierung so durchaus zu erwarten, so war Ole doch sichtlich froh, sich mit einem zweiten guten Lauf den Trainern noch einmal eindrucksvoll für eine Jugend-Europameisterschaftsteilnahme empfohlen zu haben. Sehr erfreulich war auch, dass seine Schwester Meike, die an weniger Wettkämpfen teilnimmt, erneut bewiesen hat, dass sie auch auf Bundesebene in der Spitze bei den Schülerinnen ein gewichtiges Wörtchen mitreden kann.

MTV-OLer holen weitere Landestitel-19.05.2104

Seesen (df). Einen sehr sprintlastigen Wettkampfblock mit dem Landesranglistenlauf in Seesen und den Deutschen Meisterschaften in Bad Lippspringe beendeten die niedersächsischen Orientierungsläufer mit ihren Landestitelkämpfen in Hannover. Dazu hatten die Ausrichter zwei neue Karten von interessanten, aber gegensätzlichen Gebieten erstellt: Führte die erste Etappe durch Teile des ehemaligen Expo-Geländes und war eher parkähnlich, so bot die zweite Etappe einen Mix aus Leineauen und dichter Wohnbebauung im Stadtteil Döhren mit kniffligen Bahnen.

Die neuen Titelträger wurden durch Addition der Zeiten aus beiden Läufen ermittelt. Erwartungsgemäß sicherten sich die beiden Jugendnationalläufer Ole Hennseler und Birte Friedrichs mit Vorsprung ihre Titel in den Jugendklassen und besserten ihre persönliche Medaillensammlung und die Bilanz des MTV Seesen auf Landesebene weiter auf. Zwei blitzsaubere Läufe in hohem Tempo legte auch Theo Hennseler in der H-12 hin und gewann ebenfalls mit klarem Vorsprung. Einen vierten Sieg verschenkte Lina Buchberger in der D-12; nach Bestzeit auf der ersten Etappe überlief sie auf der zweiten Strecke einen Posten und fiel dadurch aus der Wertung.

Schnellster Niedersachse in der H40 in beiden Läufen war Martin Hennseler, da jedoch diese Klasse mit der Herrenkategorie zusammengelegt wurde, blieb nur ein guter Mittelfeldplatz. Im Mittelfeld ihrer Kategorien platzierten sich auch Zoe Limberg (D-18), Aaron Wandelt (H-12), René Wandelt (H45) und Detlev Friedrichs (H60). Erfreulich gut zurecht kamen auch die beiden jüngsten MTV-Starter Julius Wandelt und Till Buchberger, die statt in ihrer Altersklasse eine Kategorie höher ebenfalls in der H-12 ihre Bahnen erfolgreich absolvierten.

DM-Silber und JEM-Qualifikation für Birte Friedrichs

Seesen (df). Das vergangene Wochenende verbrachten mehrere MTV-Orientierungsläufer im westfälischen Bad Lippspringe bei den Deutschen Meisterschaften im Sprint-OL und einem Bundesranglistenlauf über die Langdistanz, wobei beide Läufe in den Jugendklassen auch als Qualifikation für die internationalen Titelkämpfe zählten. Dabei erzielten sie durchweg beachtliche Ergebnisse. Ganz besonders erfolgreich war Birte Friedrichs: Zunächst sicherte sie sich wie im Vorjahr die Silbermedaille in der D-18 (im Sprint werden beide Jugendkategorien zusammengelegt) und damit als Schnellste der D-16 schon das Ticket für die Jugend-Europameisterschaften Ende Juni in Mazedonien, tags darauf gewann sie auch den Ausscheidungslauf im Wald.

Bad Lippspringe, vor den Toren Paderborns gelegen, war als Ziel für die Deutschen Titelkämpfe im Sprint-OL sicherlich nicht so attraktiv wie der Berliner Tiergarten im Vorjahr, was sich auch in geringeren Teilnehmerzahlen ausdrückte, aber dafür war die kleine Kurstadt für die Läufer um Etliches anspruchsvoller. Eine Innenstadt mit verwinkelten Gassen und Passagen, darum herum Parkanlagen und ein Waldstück, das gerade für die westfälische Landesgartenschau 2016 „aufgearbeitet“ wird, sorgten für Geländewechsel und forderten mal hohes Tempo, mal höchste Konzentration. Nach den Vorläufen am Vormittag bei Trockenheit fielen die teilweise sehr spannenden Entscheidungen nachmittags bei leichten Regenschauern in den Finalläufen.

Unterliefen Birte Friedrichs in der Qualifikation noch ein paar kleine Flüchtigkeitsfehler, so absolvierte sie ihren Finallauf mit voller Konzentration und musste sich letztendlich nur der zwei Jahre älteren Leonore Winkler aus Jena geschlagen geben, rettete ihre mittlerweile sechste Silbermedaille auf Bundesebene innerhalb eines Jahres aber mit einer Sekunde Vorsprung vor der drittplatzierten Läuferin aus Dresden. Erst nach einigen Minuten realisierte sie, welche Bedeutung die Tatsache hatte, schnellste D-16-Läuferin gewesen zu sein. Auch Ole Hennseler bestätigte nach seinem dritten Platz in seinem Vorlauf mit einem guten Rang neun das Vorjahresergebnis, war aber damit nicht ganz so glücklich, weil er nur als fünftbester H-16-Läufer das Ziel erreicht hatte.

Völlig konträr verliefen die beiden Läufe bei Meike Hennseler. Etwas überraschend absolvierte sie den Vorlauf als Schnellste aller Teilnehmerinnen und musste somit im A-Finale als Letzte starten. Diesem Druck konnte sie jedoch nicht standhalten und leistete sich einen groben Patzer, der sie auf Platz zehn zurückwarf. Ganz erfreulich schlugen sich die drei Youngster Lina Buchberger, Theo Hennseler und Aaron Wandelt, die noch der D bzw. H-12 angehören und nur knapp die Teilnahme am A-Finale verpassten, im B-Finale jedoch im Vorderfeld sich einreihten. Einen unerwarteten Sieg verbuchte dann noch Martin Hennseler in der Rahmenkategorie „Lang schwer“.

Einige Kilometer weiter in Richtung zu den Externsteinen befand sich das Laufterrain für den Bundesranglistenlauf über die Langdistanz. Der Wald präsentierte sich abwechslungsreich, offen und gut belaufbar, lediglich liegendes Altholz und die tief eingeschnittenen Täler reduzierten die hohe Laufgeschwindigkeit und forderten die Athleten physisch. Beflügelt von ihrer Vortagsleistung durchlief Birte Friedrichs einmal mehr routiniert ihre 4,8 km lange Strecke und sicherte sich den Sieg in ihrer Kategorie D-16. Einen solchen hätte auch Ole Hennseler gebraucht, um sich wie im Vorjahr direkt für die Jugend-Europameisterschaften zu qualifizieren. Daraus wurde jedoch nichts – sein gewiss beachtlicher vierter Platz nach 6,3 km bei stolzen 310 Höhenmetern könnte zu wenig gewesen sein, um nach Mazedonien mitreisen zu dürfen. Die Entscheidung darüber liegt nun bei den Bundestrainern.

Meike Hennseler unterstrich mit ihrem fünften Rang in der D-14, dass sie zu den besten Läuferinnen ihrer Kategorie gehören kann. Hervorragend hielten sich die drei Youngster, die damit bewiesen, dass sie nicht umsonst in Niedersachsen ihre Klassen D bzw. H-12 dominieren. Theo Hennseler erzielte mit einem starken Rennen seinen ersten Sieg bei einem Bundesranglistenlauf, aber auch Aaron Wandelt als Sechster bzw. Lina Buchberger als Dritte überzeugten mit ihren Leistungen. Zu guter Letzt rundeten Martin Hennseler als Elfter der H40 bzw. Detlev Friedrichs als Siebter in der H60 mit ihren Mittelfeldplatzierungen den guten Gesamteindruck der MTV-OLer in Ostwestfalen ab.

 

Ergebnisse: OL-Wettkämpfe am 3.+4.Mai 2014 in Seesen

Gelungene OL-Veranstaltungen in Seesen als DM-Generalproben

Zu einer Orientierungslauf-Doppelveranstaltung hatte der MTV Seesen in die Vorharzstadt eingeladen – und 260 Aktive waren am Samstag bzw. Sonntag dieser Einladung gefolgt. Dabei warteten die Ausrichter mit den attraktivsten Plätzen Seesens jeweils als Wettkampfzentrum auf, so dass publikumswirksam doch etliche Spaziergänger einen Eindruck von zwei Varianten dieser Sportart bekamen. Am späten Nachmittag des Samstags diente die Wiese vor dem Jagdschlösschen als Lagerplatz und Zieleinlauf, wo die Läufer von der Sonne verwöhnt wurden. Zu einem Landesranglistenlauf im Sprint-OL, der gleichzeitig für die Deutsche Park-Tour zählt und zugleich die vorletzte Testmöglichkeit vor der in einer Woche stattfindenden DM in dieser Disziplin darstellte, traten 137 Athleten an, um auf einer der sieben Bahnen im Laufgebiet zwischen den Bundesstraßen 243 und 248 sowie dem Schäfereiweg im Norden und der Fritz-Züchner-Str. im Osten um Plätze und Punkte zu laufen. Für die neu aufgenommene Karte hatten die beiden Jugendnationalmannschaftsläufer Ole Hennseler und Birte Friedrichs gesorgt – und das so gut, dass niemand daran etwas auszusetzen hatte. Für die Bahnen zeichnete Bjarne Friedrichs verantwortlich, der den Läufern mit kniffligen Routenwahlentscheidungen bei hohem Tempo einiges abverlangte. Dafür, dass in diesem eigentlich technisch nicht sehr schwierigen Terrain doch so anspruchsvolle Bahnen zustande kommen konnte, sorgte das Entgegenkommen einiger Seesener Firmen und Privatbesitzer sowie des Altenheims St.Vitus, die ein Überlaufen ihres Areals erlaubt hatte. Lediglich ein gegen die Absprachen von jemandem wieder geschlossenes Tor sorgte bei den Aktiven für etwas Unmut, weil dadurch ihre gewählte Route sich verlängerte und deutlich langsamer war als die Alternative. Die Sieger bei den Herren (3,2km Luftlinie) und den Damen (2,4 km Luftlinie) hießen  Christoph Freudenfeld (TSV Worpswede) sowie Kerstin Kahmann (OFV Osterkappeln). Aus Sicht des Ausrichters gefielen die erfreulichen Siege von Zoe Limberg (D-18), Lina Buchberger (D-12) und Aaron Wandelt (H-12). In der für Neueinsteiger gedachten Kategorie „Offen leicht“ gab es einen Doppelsieg durch Jannik Ebbighausen vor Philipp Mayer. Das entsprechende Ambiente für die niedersächsischen Landesmeisterschaften im Staffel-OL bot am Sonntagvormittag der Kurpark mit Start, Wechselraum und Ziel direkt vor dem Pavillon. Leider verkroch sich die Sonne kurz vor dem Start, so dass es zumindest für die Wartenden ungemütlich kühl war. Punkt 10 Uhr gingen die 46 Startläufer auf ihre Strecken, die sie teils durch den  Kurpark, teils aber auch in die doch recht steilen Hänge beiderseits des Granetals führten, in denen leider durch die frisch durchgeführten Forstarbeiten das Laufen und Orientieren etwas erschwert war. Auch an diesem Tag war das Meldeergebnis erfreulich, was daran lag, dass auch einige Staffeln aus benachbarten Bundesländern die Gelegenheit nutzten, drei Wochen vor den Deutschen Staffelmeisterschaften ihre Aufstellungen noch einmal zu testen. In der Herrenkonkurrenz lief zwar der TSV Worpswede die schnellste Zeit, hatte sich aber durch einen Gastläufer verstärkt. So war der Weg erneut frei für den Abonnementssieger der letzten Jahre, den MTK Bad Harzburg. Bei den Frauen dominierte der OLV Uslar mit gleich zwei Teams an der Spitze. Diese beiden Vereine teilten sich mit jeweils drei Siegen auch das Gros der Titel untereinander auf. Der Titel in der D-18 blieb allerdings in Seesen: Startläuferin Birte Friedrichs hatte mit überzeugender Leistung bereits einen deutlichen Vorsprung heraus gelaufen, den Zoe Limberg nicht nur verteidigte, sondern sogar noch ausbaute. Die beiden ganz jungen Staffeln des MTV mussten in der kombinierten D/H-14 noch ein wenig Lehrgeld zahlen und verpassten mit Rang vier und fünf knapp die Medaillen, aber in einem Jahr dürfte das für Aaron und Julius Wandelt sowie Lina und Till Buchberger und Theo Hennseler schon viel besser aussehen. In drei Rahmenkategorien gingen obendrein 18 Einzelläufer an den Start, von denen sich Robert Menzel und Philipp Maier auf den Plätzen drei und vier gut hielten. Außerdem versuchten sich an beiden Wettkampftagen noch 25 Kinder, das jüngste davon einen Tag vor seinem zweiten Geburtstag, beim Kinder-OL. Mit der Siegehrung in der letzten zu ehrenden Kategorie nur zwei Minuten, nachdem der Schlussläufer der Bronzemedaillengewinner das Ziel passiert hatte, setzten die Organisatoren den Schlusspunkt unter zwei gelungene Landesveranstaltungen und zogen ein positives Fazit.

Galerie 1

Galerie 2

 

NDR-Fernsehen beim Nacht-OL !

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NDR-Film: Länge 3:37 Minuten

Viel Spaß beim Anschauen!

 

Mittlerweile zum 32. Male fand am Samstagabend der Seesener Nacht-Orientierungslauf statt, der damit inzwischen die traditionsreichste Veranstaltung im niedersächsischen Veranstaltungskalender ist. Da am gleichen Tag mehrere andere attraktive OL-Events in der Republik angeboten wurden, war die Teilnehmerzahl mit 140 Aktiven aus 15 Vereinen und zwei Schulen (Jacobson-Gymnasium Seesen und Corvinianum Northeim) zwar etwas rückläufig, aber immer noch erfreulich. Lediglich der Kinder-OL mit zusätzlichen 6 Kindern hätte etwas mehr Zuspruch verdient gehabt, aber gerade aus Seesen suchte niemand dieses Erlebnis. Alles war bis auf das Postensetzen vorbereitet, da ereilte den MTV Seesen am Freitagvormittag ein Anruf des NDR, der sich mit einem Fernsehteam für den Nacht-OL ansagte. Da kam dann doch ein wenig Betriebsamkeit auf, wollte man sich und die Sportart doch bestmöglich präsentieren. Und in der Tat zeigten sich Reporter Philipp Kafsack und sein Kamerateam sichtlich beeindruckt von der Veranstaltung, die sie mit Bildern von den letzten Vorbereitungen, dem Startablauf, den Läufern im Wald und dem Zieleinlauf festhielten und durch Interviews ergänzten. Zudem wurde dem Vorjahressieger Christoph Hofmeister eine Spezialkamera umgebunden, mit der er seinen Lauf über die lange Strecke dokumentierte. Ob dieses Material verwertbar ist, bleibt abzuwarten. Der Bericht soll in der Sendung „Das“ auf N3 in der kommenden Woche ausgestrahlt werden – der genaue Sendetermin wird im „Beobachter“ noch mitgeteilt. Vom Startpunkt an der Kreuzung Grefekestr./Hubertusweg führten fünf Strecken verschiedener Länge und Schwierigkeit über die Wilhelmshöhe, den Kurpark samt angrenzender Gebiete und durch das Schildautal zurück zum ehrwürdigen VfL-Platz an der Kurparkstraße, der damit vermutlich seine letzte Nutzung erlebte, ehe irgendwann die Bagger anrücken werden. Die Nacht präsentierte sich dazu eher lau, aber leicht nieselig und dadurch sehr finster. Auf der langen schweren Strecke, die über 7,2 km bei 250 Höhenmetern führte, ließ sich der Vorjahressieger Christoph Hofmeister (MTK Bad Harzburg) auch durch das zusätzliche Handicap der umgebundenen Kamera nicht beeindrucken und siegte mit fast neun Minuten Vorsprung vor seinen Vereinskameraden Henning und Thilo Bruns, die allerdings bereits seit längerem der Altersklasse angehören. Als guter Sechster trug sich Felix Tünnermann, der bekanntlich eher mit dem Rennrad unterwegs ist, in die Ergebnisliste ein. Den Sieg auf der kürzeren schweren Strecke über 4,7 km sicherte sich Jan Knaup vom Braunschweiger MTV knapp vor dem Jugendlichen Tim Kühnhold (WSV Braunlage). Lars Pieper (SSV Langenhagen) sowie Karolin Kühnhold folgten mit zehn Minuten Rückstand. Hinter einem Schülerpaar vom Corvinianum Northeim belegten auf der vorwiegend für Oberstufenschüler vorgesehenen, 4,0km langen M-Strecke die Seesener Rebekka Schmidt und Frederike Matz den zweiten Platz. Auf Rang vier folgten mit Michel Voß und Marcel Waschke die schnellsten Seesener Jungen, gefolgt von den beiden MTV-Nachwuchsläuferinnen Zoe Limberg und Linda Sosanski und Frank Riemer/Lukas Grotjahn (Jacobson-Gymnasium). Andreas Oberbeck gewann zwar die 5,0 km lange leichte Strecke, verlor aber unterwegs den Rest seiner Familie. Platz drei belegten die beiden Achtklässler Nils Limberg und Tim Klauenberg, gefolgt von ihren Klassenkameraden Niklas Kottwitz und Anastasia Sander sowie den zeitgleichen René und Julis Wandelt. Ganz beachtlich hielt sich in diesem Feld Dirk Tünnermann, der nach seiner Hüftoperation sich als einziger Walker auf den Parcours begab. Schade, dass weitere Walker der Umgebung dieses Angebot nicht nutzen.Die kurze leichte Strecke über 2,7 km gewann mit Horst von Gaza (OLV Uslar) ein Routinier, der allerdings wegen einer Verletzung nur locker durchjoggen konnte. Dahinter platzierten sich mit Timon Wigratz/Sophie Hepe sowie Britta, Markus und Justus Hepe Seesener, die sich durch ihre regelmäßige Teilnahme in den letzten Jahren eine gute Sicherheit angeeignet haben. - Bei Glühwein und Kinderpunsch gab es nach dem Lauf viele Routenwahlen zu diskutieren. Einig waren sich die meisten Teilnehmer aber darin, im nächsten Herbst beim 33. Seesener Nacht-OL wieder dabei sein zu wollen.

Und hier die Ergebnisliste: Ergebnisliste MTV-Nacht-OL 2013

Gute Resonanz beim Seesener Nacht-Orientierungslauf – Lichterketten am Schildberg

Mittlerweile zum 31. Male fand am Samstagabend der Seesener Nacht-Orientierungslauf statt. Damit ist diese Veranstaltung inzwischen die traditionsreichste im niedersächsischen Veranstaltungskalender – und eine der bestbesuchten. 151 Teilnehmer aus 20 Vereinen, drei Schulen und der Uni Hannover sowie 17 Kinder beim Kinder-OL begaben sich bei zwar kühlen, aber guten Laufbedingungen auf die Postensuche. Im Jubiläumsjahr des MTV Seesen präsentierte sich dazu der MTV-Treff an der Harzkampfbahn als optimales Wettkampfzentrum, wo für diese Größenordnung die gesamte erforderliche Infrastruktur auf engstem Raum vorhanden ist. Hinsichtlich der Teilnehmerzahl profitierten die Organisatoren allerdings davon, dass der niedersächsische Nachwuchskader zu einem Trainingslager über das Wochenende in Seesen weilte. Während die Teilnehmer der leichten und mittelschweren Strecken im herkömmlichen Minutentakt abwechselnd sich auf ihre Strecken begaben, hatte sich Bahnleger Bjarne Friedrichs für die schweren Strecken etwas Besonderes einfallen lassen: Die 45 allesamt routinierten OLer mussten nach einem Massenstart auf der Harzkampfbahn zunächst in selbstgewählter Reihenfolge zehn Posten im Karree zwischen Hochstraße und  Schäfereiweg, Schützenallee und Fritz-Züchner-Straße absolvieren. Auch ein vor der Schildbergschule entwendeter Posten konnte die Tram nicht aufhalten und das Ergebnis nicht beeinträchtigen. Anschließend zogen sich die Lichterketten in Richtung Schildberg, dabei dann nach Laufvermögen aber auch allmählich auseinander. „Opfer“ dieses anfänglichen Sprints war der 14malige Nacht-OL-Seriensieger Eike Bruns vom MTK Bad Harzburg, den im Laufe des Rennens zunehmend eine leichte Zerrung beeinträchtigte und auf den vierten Rang zurückfallen ließ. Sein Vereinskamerad Christoph Hoffmeister trat dafür in seine Fußstapfen mit eineinhalb Minuten Vorsprung vor dem Noch-Jugendlichen Jan-Felix Topp (TSV Worpswede). Einen starken Eindruck hinterließ der einheimische Schüler Ole Hennseler, der als Sechstplatzierter auf der 8 km langen Strecke lediglich rund neun Minuten Rückstand aufwies und etliche Etablierte übertrumpfte. Eine ebenso eindrucksvolle Vorstellung auf der kurzen schweren Strecke von 5,5 km bot seine Teamkameradin Birte Friedrichs, die zwar mit Rückstand aus dem Postennetz-Auftakt kam, weil sie sich entschieden hatte, anders als der große Pulk zu laufen, sich dann aber dank ihres Laufvermögens an die Spitze des Lichterbandes setzte und mit einer Minute Vorsprung vor dem Hannoveraner Studenten Jan Wallner und der ehemaligen Nationalmannschaftsläuferin Marie Winkler (USV Jena) gewann. Mit guter Zeit und dem elften Platz beendete Gudrun Tünnermann (MTV) die Strecke. Auf der 3,8 km langen M-Strecke, die überwiegend für Oberstufenschüler bestimmt war, hielt sich Fabian Ebbighausen ganz ausgezeichnet und belegte den zweiten Platz. Die leichte lange Strecke, die über 5,8 km Luftlinie bei 140 Höhenmetern führte, sah mit Andreas Oberbeck einen souveränen Sieger; immerhin dreizehn Minuten Vorsprung lief er auf Jens Renziehausen/Stefanie Lange (TSV Wiershausen) heraus. Bald danach auf einem feinen vierten Rang folgte Zoe Limberg (MTV). Beachtlich ist auch die Leistung des achtjährigen Julius Wandelt, der bereits ein Fußballturnier in den Knochen hatte und trotzdem diese lange Strecke in Begleitung seines Vaters auf Platz sechs beendete. Schnellster Seesener auf der leichten kurzen Strecke (2,2 km) war hinter einigen jüngeren D-Kader-Jungen Theo Hennseler als Sechster, aber auch Timon Aue/Yannik Ebbighausen als Neunte und Jan Hermanns/Sophie Hepe als Zehnte waren nur unwesentlich langsamer in einem großen Feld. Bei Glühwein und Kinderpunsch gab es nach dem Lauf viele Routenwahlen zu diskutieren. Einig waren sich die Teilnehmer aber darin, im nächsten Jahr beim 32. Seesener Nacht-OL, für den mit dem ersten oder zweiten Samstag im November 2013 zumindest der Termin schon fast feststeht, wieder dabei sein zu wollen.
Hier geht es zur Bildergalerie: Nacht-Ol 2012   

MTV-OLer vom Schnee überrascht

Meike Hennseler sorgt in Hessen für den einzigen Sieg der Orientierungsläufer

Zum vorletzten Landesranglistenlauf der Saison reisten die niedersächsischen Orientierungsläufer nach Hessisch Lichtenau, wo der SC Helsa die hessischen Meisterschaften ausrichtete und sich die Niedersachsen anschließen durften. Doch die staunten bei der Anreise nicht schlecht, denn im Kaufunger Wald lagen zehn Zentimeter Schnee. Falsche Bekleidung, Dickichte und große Brombeerfelder ließen manche Trasse zur Sackgasse werden, so dass in diesem Waldstück die weiteren Wegerouten die bessere Wahl darstellten.
Für den einzigen Sieg der angereisten MTV-OLer sorgte Meike Hennseler in der D12, die damit dem Gesamtsieg in der Landesrangliste einen großen Schritt näher kam. Birte Friedrichs war in der D16 erneut schnellste Niedersächsin, musste sich aber der Deutschen Meisterin in dieser Kategorie, Dorothea Müller vom Post SV Dresden, knapp geschlagen geben. In der D14 taten sich Linda Sosanski und Zoe Limberg aufgrund mangelnder Routine bei den Bedingungen etwas schwer, belegten aber immerhin die Ränge drei und fünf.
Gut zurecht kamen die beiden Jüngsten im MTV-Trikot: Aaron Wandelt belegte in der H10 einen guten vierten Platz, der neunjährige Theo Hennseler wurde in der H12 Fünfter. Nach sechs Kilometern in der H16 hatte Ole Hennseler nicht nur gegen den zwei Jahre älteren Magnus Struckmann (Braunschweiger MTV) das Nachsehen, sondern musste damit diesem auch vorzeitig den Sieg in der Landesrangliste überlassen. Bjarne Friedrichs haderte auf seiner 10,6 Kilometer langen Strecke mit der Kälte und eigenen Fehlern und musste sich mit dem vierten Rang begnügen. In der H60 blieb Detlev Friedrichs ohne nennenswerte Fehler und wurde als Fünfter zweitbester Niedersachse. Gottfried Labuhn (H45) vermasselte sich seinen ansonsten guten Lauf durch das Überlaufen eines Postens.</section><//section>

Einladung und Ausschreibung zum

31. Seesener Nacht- und Glühwein- OL

 

Termin:                     Samstag, d.  17.  11.  2012

 

Treffpunkt:              Seesen, MTV-Treff an der Harzkampfbahn (ausgeschildert ab Ortsdurchfahrt Seesen

B 248 mit offiziellen weißen Hinweisschildern; von Goslar kommend 1. Ampel rechts, von der BAB her kommend 3. Ampel links abbiegen)

Veranstalter:            MTV Seesen

Bahnlegung:             Bjarne und Detlev Friedrichs

Bahnkontrolle:         Mitglieder der OL-Abteilung des MTV Seesen

Karte:                       „Schildberg 1:10.000, Äquidistanz 10m(!), Farblaserdruck, Stand: 10/10 mit Korrekturen,

An der Ziegelei 1:4.000, Äquidistanz 5m, Farblaserdruck, Stand: 10/12 (nur S-Strecken)

 

Angebote:                Kinder-OL  (ca. 1,0 km ab 18.00 Uhr)

L I / W I             ca. 2,5 km                               leicht   (W = auch Wertung für Walker) L II                     ca. 6 km                                  leicht

M                       ca. 4 km                                  nur für Sek II-Kurse S I                      ca. 5 km                                  für Fortgeschrittene S II                     ca. 8 km                                  für Fortgeschrittene

(S I+II: Prolog mit Massenstart und Postennetz-OL, danach Kartenwechsel auf Strecke)

 

Ausgabe der

Startunterlagen:        ab 17.00 Uhr  (bitte nicht gleich alle auf einmal!)

Erster Start:              17.45 Uhr    (bis 20.00 Uhr)  -  feste Startliste nur für die L- und M-Strecken!

18.45 Uhr Massenstart für die S-Strecken

Zielschluss:              21.30 Uhr

 

Service:                    Glühwein/Tee für jeden Teilnehmer am Ziel!

Voraussichtlich Verkauf von Schmalzbroten, Käsestangen etc. Duschen/Umkleiden: Sporthalle am Schildberg (50m)

Auszeichnungen:     Urkunden für alle Teilnehmer, die ihre Strecke erfolgreich bewältigen. Ergebnislisten:         per Email und auf  www.mtv-seesen.de .

Versicherung:          Über bestehende Versicherungen hinaus übernimmt der Veranstalter keine Haftung.

 

Startgeld:                  Erwachsene:                               4.- Kinder/Jugendliche:                   3.- MTV-Vereinsmitglieder:           2.- Kinder-OL:                                 0,50

 

Meldungen:              (mit Startzeitenwünschen) bis Samstag, d. 10. 11. 12  (Eingang) an

Detlev Friedrichs, Steinbühlstr. 145, 38723 Seesen. e-Mail:  detlev.friedrichs@gmx.de

Nachmeldungen:      sind nur in geringem Umfang glich, solange der Kartenvorrat reicht.

Aufschlag:  1.-

 

Mitzubringen:          unbedingt funktionstüchtige Taschenlampe!!!!!!!!!!!!!

 

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme und wünschen viel Erfolg bei der Postenjagd!

OL-Abteilung des MTV Seesen

 

Riesen-Triumph für die MTV-OLer: 3 Siege bei Deutschen Meisterschaften!

Grandioser Erfolg für die Orientierungsläufer des MTV Seesen: Mit drei Titeln bei den Deutschen Meisterschaften im Mittel-OL im südlichen Bayrischen Wald wurden sie nach dem Post SV Dresden, der fünf Sieger stellte, mit drei Titeln zweiterfolgreichster Verein! Während Ole Hennseler und Birte Friedrichs in der H bzw. D14 ihre Vorjahreserfolge wiederholen konnten, wurde Bjarne Friedrichs erstmals auch bei den Herren Titelträger und errang mit seinen insgesamt zwanzigsten DM-Titel seiner Karriere den wohl wertvollsten Meisterschaftssieg. Da dieser Lauf zugleich als Weltranglistenlauf  zählte und kein ausländischer Starter schneller als er war, sicherte er sich somit auch seinen zweiten Worldranking-Sieg. Dabei wäre die ganze Veranstaltung in der Ferienregion Hirschenstein in der Nähe von Deggendorf  beinahe im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen, denn stundenlanger Starkregen am Tag zuvor hatte dazu geführt, dass eine Ortsdurchfahrt auf dem Weg zum Wettkampfgelände überspült wurde und den ganzen Freitag gesperrt werden musste. Zum Glück fiel dann am Wochenende kein weiterer Niederschlag. Während die vielen felsigen Partien des Laufgebietes bereits wieder gut belaufbar waren, erwiesen sich die sumpfigen Geländeabschnitte als sehr feucht. Bei der Meisterschaft ging es gleich nach dem Start in ein diffiziles Felsareal, in dem sich bereits einige der Mitfavoriten aus dem Rennen um die Medaillen verabschiedeten. Querpassagen im wechselnd belaufbaren Hanggelände, steile Bergabpassagen, knackige Anstiege mit Routenwahl und immer wieder anspruchsvolle Felsposten forderten eine Vielzahl von Techniken von den Läufern. Bei den Herren standen am Ende die gleichen drei Athleten auf dem Podest wie im Vorjahr, jedoch in anderer Reihenfolge. Mit einem sauberen Lauf holte sich Bjarne Friedrichs in seinem zweiten Elitejahr seinen ersten Deutschen Einzelmeistertitel und war sichtlich zufrieden und glücklich. Zweieinhalb Minuten betrug sein Vorsprung auf Titelverteidiger Christoph Brandt (SSV Planeta Radebeul), der zu Silber lief. Die Bronzemedaille ging an den Vorjahreszweiten Sören Lösch (USV Jena). Im Mittel-OL sind die Läufe der Klassen bis D/H14 zwar nur Bestenkämpfe, d.h. es gibt keine Medaillen, aber das hielt die beiden MTV-Youngster Ole Hennseler und Birte Friedrichs nicht davon ab, ebenso überlegen aufzutrumpfen. Ole siegte mit knapp zwei Minuten Vorsprung vor seinen Konkurrenten, Birte noch souveräner mit viereinhalb Minuten vor der Zweitplatzierten und weiteren drei Minuten vor der Drittplatzierten. Als originelles Präsent gab es für die jeweils ersten Drei einer Kategorie eine Junglärche aus den Forsten des Bayrischen Waldes. Technisch anspruchsvolles Terrain liebt auch Ulrike Friedrichs, weil sie dort ihre läuferischen Defizite gegenüber der Konkurrenz kompensieren kann. Nur ein dummer Richtungsfehler, der sie rund fünf Minuten kostete, verhinderte, dass auch sie mit einer Medaille heimkehrte. So blieb der undankbare, für sie dennoch erfreuliche vierte Rang in der D50. Auch Detlev Friedrichs war mit seinem neunten Platz in der H60 mehr  als zufrieden. – Das gute Harzer Abschneiden komplettierte der Bad Harzburger Eike Bruns, der den Lauf der H35 für sich entschied. Am Sonntag folgte dann noch ein Bundesranglistenlauf über die Langdistanz. Wenn auch nicht ganz fehlerfrei, blieb Birte Friedrichs nach 3,9 km Luftlinie und 100 Höhenmetern dennoch ein weiteres Mal mit ähnlich klarem Vorsprung siegreich. Ole Hennseler bewältigte die gleiche Strecke zwar etwas schneller, musste sich jedoch seinem Dauerkonkurrenten um den Bundesranglistensieg Erik Döhler aus Karlsruhe geschlagen geben. Die Herren-Elite hatte 12,7 Kilometer bei 600 Höhenmetern zu bewältigen. Am Ende lagen die drei WM-Teilnehmer und Medaillengewinner des Vortags dicht beisammen ebenfalls auf den ersten drei Rängen, allerdings siegte Sören Lösch mit 28 Sekunden vor Bjarne Friedrichs und einer weiteren Minute vor Christoph Brandt.

Ferienpass: Schatzsuche anhand von Orientierungslaufkarten

Eine schon fast traditionelle Ferienpassaktion, die die Stadtjugendpflege in Zusammenarbeit mit der Orientierungslaufabteilung des MTV Seesen anbietet, ist die große Schatzsuche. 16 Kinder, vorwiegend im Alter zwischen neun und dreizehn Jahren, begaben sich am Donnerstagabend vom Jugendzeltlagerplatz am Schildausportplatz aus nach einer kurzen Einweisung in eine OL-Karte und der Gruppenbildung auf die drei unterschiedlichen Strecken. An den neuralgischen Punkten befanden sich entweder richtigen Postenschirme mit Zangen, an denen wie bei den Großen gestempelt werden musste, oder Zettel mit Zahlen, die zu addieren waren. Trotz dieses „Sicherungssystems“ merkten viele Kinder doch, wie notwendig es ist, eine Karte richtig halten und lesen zu können, um zum Ziel zu gelangen, das jedoch alle Gruppen ohne größere Einhilfen erreichten.

    Das Ende der zurückzulegenden Strecke befand sich wieder auf dem Jugendzeltlagerplatz. Wer dort die richtigen Lösungen vorweisen konnte, durfte sich an diesem angenehmen Sommerabend über seine „Schätze“ in Form von Süßigkeiten, Gutscheinen und Urkunden freuen. Mit ihren Erlebnissen und dem Hinweis auf den Nacht-OL am 17. November wurden die Kinder dann nach Hause entlassen.

Ferienpass: Schatzsuche anhand von Orientierungslaufkarten   Eine schon fast traditionelle Ferienpassaktion, die die Stadtjugendpflege in Zusammenarbeit mit der Orientierungslaufabteilung des MTV Seesen anbietet, ist die große Schatzsuche. 16 Kinder, vorwiegend im Alter zwischen neun und dreizehn Jahren, begaben sich am Donnerstagabend vom Jugendzeltlagerplatz am Schildausportplatz aus nach einer kurzen Einweisung in eine OL-Karte und der Gruppenbildung auf die drei unterschiedlichen Strecken. An den neuralgischen Punkten befanden sich entweder richtigen Postenschirme mit Zangen, an denen wie bei den Großen gestempelt werden musste, oder Zettel mit Zahlen, die zu addieren waren. Trotz dieses „Sicherungssystems“ merkten viele Kinder doch, wie notwendig es ist, eine Karte richtig halten und lesen zu können, um zum Ziel zu gelangen, das jedoch alle Gruppen ohne größere Einhilfen erreichten.     Das Ende der zurückzulegenden Strecke befand sich wieder auf dem Jugendzeltlagerplatz. Wer dort die richtigen Lösungen vorweisen konnte, durfte sich an diesem angenehmen Sommerabend über seine „Schätze“ in Form von Süßigkeiten, Gutscheinen und Urkunden freuen. Mit ihren Erlebnissen und dem Hinweis auf den Nacht-OL am 17. November wurden die Kinder dann nach Hause entlassen.

Gelungene Orientierungslauf-Wettkämpfe im Seesener Wald!

Am vergangenen Wochenende konnte man im Waldgebiet rund um die Seesener Wilhelmshöhe ganz besondere Läufer beobachten. Nur selten sah man sie auf den Wegen rennen, es ging querfeldein über Stock und Stein immer auf der Suche nach den rot-weißen Postenschirmen, die die Kontrollpunkte markierten. Orientierungsläufer aus ganz Deutschland ermittelten am Samstag ihre Besten auf der ultralangen Distanz. Am Sonntag fand zusätzlich ein Bundesranglistenlauf statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom MTV Seesen. Freiwillige Helfer aus allen Abteilungen des Vereins sorgten für eine reibungslose und erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung, deren sportliches Highlight sicherlich der Massenstart aller 468 Teilnehmer am Samstag auf der großen Wiese oberhalb der Wilhelmshöhe war. Leider hatten nur wenig Besucher den Weg dorthin gefunden, um dieses Spektakel zu erleben. Am Sonntag bei deutlich kürzeren Strecken gingen dann 486 Wettkämpfer an den Start. Dabei waren die jüngsten Teilnehmer 7 Jahre alt und der Älteste 81. Zu den Kleinsten zählte auch Till Buchberger, der bei seinem ersten Orientierungslauf am Sonnabend bei den unter 10 Jährigen einen tollen 6. Platz belegte. Seine Schwester Lina wurde bei den Mädchen in derselben Altersklasse sogar Fünfte. Aber auch der etwas erfahrenere Orientierungslauf-Nachwuchs des MTV Seesen wartete mit klasse Ergebnissen auf. Meike Hennseler belegte bei den Deutschen Bestenkämpfen einen dritten Platz. Ihr Bruder Ole wurde Fünfter. Beim Bundesranglistenlauf reichte es für ihn dann auch zum dritten Platz. Birte Friedrichs belegte an beiden Tagen als jüngste Starterin in ihrer Altersklasse den zweiten Platz. Theo Hennseler startete nur am Sonntag und zeigte, dass er seinen älteren Geschwistern in nichts nachsteht, er platzierte sich als Dritter auf dem Podest. Finn Golke, Aaron Wandelt, Timon Aue, Jannik Ebbighausen, Cosima Peckhaus und Zoe Limberg sammelten in den Rahmenklassen erste Orientierungslauf-Erfahrungen. Als Fazit blickt der MTV Seesen auf eine weitere gelungene Veranstaltung im Rahmen des 150jährigen Jubiäums, bei der nur der Wettergott phasenweise die Orientierung verlor.
Jana Dettmer (MTV Seesen)

Die Startlisten und das Programmheft sind veröffentlicht!

Die Startlisten sind hier veröffentlicht:

Veröffentlichung: Startlisten(14.04.2012)

Das Programmheft und Info Skizzen sind veröffentlicht.(19.04.2012)  Hier!

Programmheft-PDF

 

DBK Ultra Lang-OL und BRL Mittel-OL
21. + 22. April 2012

Mehr Informationen hier / You can get more informations here:  Info

vorläufige Bahndaten DBK Ultralang [Link]          (preliminary course details ultralong)

vorläufige Bahndaten BRL Mitteldistanz [Link]     (preliminary course details middle distance)

 

Mindestens für das Massenstart-Rennen am Samstag wird eine Kinderbetreuung angeboten.

At least for the mass start race on Saturday there will be a child care.

 

Läufer in der Herren Elite können nicht mit einer SI-Card 8 (Nummern zwischen 2.000.000 und 2.999.999) laufen.

Runners in Men Elite cannot use SI-Card 8 (numbers between 2.000.000 and 2.999.999).

Bjarne Friedrichs überzeugte bei Weltranglistenläufen in Portugal

Kamen in den vergangenen Jahren die weltbesten Orientierungsläufer in der zweiten Märzhälfte zu einer ersten Standortbestimmung zum Spring-Cup nach Dänemark, so hat das „Portugal Orienteering Meeting“ inzwischen jener Veranstaltung den Rang abgelaufen, bietet Portugal doch wesentlich anspruchsvolleres und abwechslungsreicheres Gelände und vor allem zu einem früheren Zeitpunkt bereits angenehmeres Wetter. Und so hatten sich Ende Februar etliche Nationalmannschaften und somit ein Großteil der Weltelite nach Portugal aufgemacht, um eingebettet in ein Trainingslager einen 4-Tage-OL und einige Tage später noch einen 2-Tage-OL zu bestreiten, von denen jeweils eine Etappe als Weltranglistenlauf gezählt wurde. Mit einem kleinen deutschen Team nutzte auch Bjarne Friedrichs diesen ersten Vergleich mit der Weltelite.

Bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein fand die erste Veranstaltungsserie im portugiesischen Bergland südöstlich von Porto statt, das sich durch Korkeichenwälder, schwer belaufbare Dickichtbereiche und großartige Felsformationen sehr abwechslungsreich und zu Fehlern einladend zeigte. Beim überlegenen Sieg des französischen Ausnahmeläufers Thierry Gueorgiou zeigten die beiden deutschen Nationalmannschaftsläufer Sören Lösch (USV Jena) und Bjarne Friedrichs sehr ausgeglichene Leistungen und beendeten unter rund 100 Startern des Elitelaufes, die alle unter den besten 200 Läufern in der Weltrangliste platziert sind, im Weltranglistenlauf über die Mitteldistanz die Plätze 44 und 49 und in der 4-Tage-Wertung die Plätze 20 und 27.

Dann wechselten die OLer in die feinkupierten Dünenwälder, die durch den sandigen Boden zwar kraftraubend, aber sehr schnell belaufbar waren. Trotz der Abreise des schweizerischen Nationalteams stellte sich immer noch ein Klassefeld dem Weltranglistenlauf über die Langdistanz, der über 18.800 m bei 380 Höhenmetern führte. Im 74 Läufer starken Feld bot Bjarne Friedrichs eine ausgezeichnete Leistung mit nur vierzehn Minuten Rückstand auf den siegreichen Norweger Olav Lundanes (Weltmeister 2010) und belegte damit einen tollen 21. Platz. In der 2-Tage-Wertung konnte er sich am folgenden Tag sogar noch auf Rang 17 verbessern.

Wenn ihm die Vorbereitung der Deutschen Bestenkämpfe im Ultralang-OL am 21./22.April in Seesen und die anstehenden studienbedingten Exkursionen nicht zu viel Zeit für ein planvolles Training rauben, dürfte Bjarne Friedrichs auf einem guten Weg zu seinen Saisonhöhepunkten sein, die im Mai mit den Europameisterschaften in Falun (Schweden) und den Studentenweltmeisterschaften in Alicante (Spanien) sowie den Weltmeisterschaften bei Lausanne (Schweiz) Mitte Juli liegen.