Nordic Walking im Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft zum „Glück-Auf-Ei“

 

Seit vielen Jahren verbindet sie Nordic-Walking: die Walkinggruppe des MTV Seesen und das NordicWalkingTeam der Niedersächsischen Landesforsten im WeltWald Harz. Gemeinsam sind sie bei den Veranstaltungen zum Oberharzer Nordic aktiv Cup unterwegs und auch beim MTV Walking-Day. Und dann kam Corona. Nix war mehr mit walken in der Gruppe.

Alle in diesem Jahr geplanten Veranstaltungen mussten abgesagt werden, doch man blieb im Kontakt. Als jetzt in Abstimmung mit den Corona-Regeln Deutscher Olympischer Sport Bund, LandesSportBund und auch die Kreissportbünde Anregungen und Zulassungen zum gemeinsamen Sport in kleinen Gruppen gaben, wurde man auch beim MTV Seesen wieder aktiv. Die wöchentlichen Trainingsrunden laufen schon seit einiger Zeit wieder und jetzt galt es endlich auch mal wieder außerhalb der Sehusastadt Harzer Luft zu schnuppern.

MTV-Vorsitzender Jürgen Alms und MTV-Abteilungsleiter Lauftreff Günter Stegemann nutzten dabei den Kontakt zum Medienpartner Seesener Beobachter und seinem Verlagsrepräsentanten Wolfram Marx, der im NordicWalkingTeam der Niedersächsischen Landesforsten im WeltWald Harz aktiv ist. Er ist dort für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und gemeinsam entwickelten sie eine Idee, wie man „Rund um Bad Grund“ zusammen walken könnte. Was fehlte, war der Anlass. Der war schnell gefunden mit der Frage: „Was war zuerst da: das Huhn oder das Ei?“.

Das NordicWalkingTeam organisierte für die Seesener eine Tour, die über die „König-Hübich-Route“ zur ehemaligen Schachtanlage „Wiemannsbucht“ führte. Alles unter Wahrung der Corona- und Abstandsregeln. Auf dem ehemaligen Haldengelände, zugleich Winterquartier des Harzer Roten Höhenviehs, betreibt Janine Kaus zusammen mit ihrem Lebensgefährten Kai Wollenweber einen mobilen Hühnerstall mit Freilandhaltung und Weidemöglichkeit. Die studierte Agrarwissenschaftlerin informierte ausführlich über ihre Philosophie des Tierwohls und der artgerechten Haltung. Dazugab es dann noch ein am Vorabend gelegtes „Glück-Auf-Ei“ frisch gekocht für jeden zur Verkostung. Das war ein echter Leckerbissen.

Danach wurde es bergbaulich. Über den angrenzenden Schulte-Stollen, aus dem in früheren Jahren Wasser aus dem Innerstetal nach Bad Grund geleitet wurde, ging es über den Wasserwanderweg als Teil des Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft am Bergbaumuseum Schachtanlage Knesebeck vorbei zum Eichelberger Pavillon. Der ist seit dem letzen Jahr Heimat von weit über 100 handbemalten Harzsteinen, jeder Stein ein eigenes kleines Kunstwerk. Am Kriegerdenkmal vorbei ging es danach über den alten Friedhof zum Atrium und ehemaligen Kurpark, wo man sich die an diesem Tag neueröffnete Minigolfanlage anschaute. Es entwickelte sich die spontane Idee, da ja der MTV in Seesen auch eine Minigolfanlage betreibt, im nächsten Jahr vielleicht mal zusammen mit dem Beobachter als Medienpartner einen Städtewettkampf zwischen Bad Grund und Seesen auszutragen. Die letzte Etappe führte am Parkhotel Flora vorbei in den Schurfberg. Die eine Gruppe entschied sich für den „Engelsweg“, wo unerwartet kunstgewerbliche Objekte die Gedanken inspirierte und die zweite Gruppe bekam den Wasserfall zu sehen.

Nach 2,5 Stunden erreichte man dann wieder den Sportpark Teufelstal, wo eine Erfrischung auf die Sportler wartete und die Frage: was machen wir als nächstes? Man ging aber nicht auseinander, ohne sich für die wieder einmal optimale Tourausarbeitung und -durchführung bei den vier Mitgliedern des NordicWalkingTeams der Niedersächsischen Landesforsten im WeltWald Harz mit einem süßen Gruß aus Seesen zu bedanken. Sie hatten den Nordic Walkerinnen und Walkern des MTV Seesen trotz der Einschränkungen durch die Coronabedingungen einen unterhaltsam-sportlichen Nachmittag bereitet.

Für das nächste Jahr ist man schon in der Ideenfindung.Sollte es mit dem OberharzerNordic aktiv Cup nicht klappen, steht als Ersatz im Bad Grundner Nordic Walking-Areal eine Tour über die „König-Hübich-Route“ rund um Bad Grund mit 12 km Länge zum Thema Kneipp(en) in Planung.

Bis dahin gilt: „Gesundbleiben!“

Wolfram Marx

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