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Handball-Spielberichte vom Wochenende

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Herren: MTV Seesen gegen TV Mascherode 25:33 (15:16)
Dass es spannend und eng werden wird, konnte man erwarten. Dass dabei aber ein Handballspiel mit sehr kuriosem Spielverlauf zustande kam, war dann doch schon überraschend. Die Gäste aus Braunschweig spielten von der ersten Spielminute ohne Abwehr am Kreis, aber mit offener Manndeckung in ihrer Hälfte des Spielfeldes. Damit war es für die Gastgeber nahezu unmöglich, vor der Abwehr ihr Kombinationsspiel mit ruhigem und besonnenem Spielaufbau durchzuziehen. Die Gäste hingen oftmals wie Kletten an den Seesener Spielern. Da waren Ballsicherheit und Laufbereitschaft gefragt und voreilige Würfe alles andere als das richtige Mittel. Die Spieler des TV Mascherode nutzten in den ersten fünfzehn Minuten nahezu jeden Fehler der Seesener aus. Im Angriff wurde überhastet abgeschlossen und über schnelle Konter wurden viele einfache Tore erzielt. Aber auch gegen das gekonnte Positionsspiel der Gäste fand die Abwehr anfangs nur selten das richtige Mittel. Mitte der ersten Hälfte lagen die Löwenstädter dann mit 13:4 in Führung. Ein Debakel bahnte sich an. Dann ging für alle gut erkennbar ein Ruck durch das Seesener Team, man erzielte sieben Tore in Folge und hatte sich deutlich besser auf den Gegner eingestellt. Bis zum Seitenwechsel blieb man in engem Kontakt und lag nur mit einem Tor zurück. Nach der Pause machte Seesen da weiter, wo man aufgehört hatte. Man kam mit der offenen Manndeckung jetzt viel besser zurecht und erzielte gegen einen Gegner ohne defensive Abwehr jetzt auch einfache Tore. In der Abwehr wehrten sich die Sehusastädter jetzt intensiver und ließen kaum noch freie Würfe zu. In dieser Phase zeigte sich Lars Nitsche im Tor wieder einmal von seiner besten Seite und hielt sein Team im Spiel. Nach 40 Minuten lagen die Gastgeber dann mit zwei Toren in Führung - man hatte das Spiel gedreht. In der Schlussviertelstunde reichte dann offenbar die Kraft nicht mehr aus, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Das lag auch daran, dass man zu oft in Unterzahl agieren musste. Das nutzten die Gäste immer wieder aus und kamen zu schnellen Toren gegen eine unorganisierte, dezimierte Abwehr. Der Widerstand der Seesener Männer war gebrochen, als man nach 50 Minuten mit sechs Toren zurücklag. Am Ende fiel die Heimniederlage, die man eigentlich überhaupt nicht einkalkuliert hatte, doch recht deutlich aus. Alle Beteiligten waren letztlich froh, dass ein sehr körperbetontes Spiel ohne größere Blessuren zu Ende ging.
MTV Seesen:
Lars Nitsche und Andreas Töpperwien im Tor; Florin Luca (7/2), Christian Mischok (6), Lennard Schoof (5), Christoph Seidig (3), Jan Gerrit Weber (3), Tim Stakelbeches Spiel ck (1), Samuel Scheerer, Birk Svante Oelhoff, Torben Dittmar und Sönke Pförtner

Damen: HSG Nord Edemissen gegen MTV Seesen 17:17 (8:8)
Spannung war angesagt, obwohl es zu Anfang überhaupt nicht danach aussah. Die Gastgeber hatten ihren Kader zur Überraschung aller, nur mit einer A-Jugendlichen verstärkt  Die Seesener Damen bestimmten das Spiel und legten los wie die Feuerwehr. Die HSG-Damen hatten dem schnellen und kombinationssicheren Angriffsspiel der Gäste wenig entgegen zu setzen. Schon nach wenigen Minuten hieß es 4:0 für Seesen. Danach schlichen sich bei den Damen aus Seesen immer mal wieder kleine, aber meistens folgenschwere technische Fehler ein, so dass der Heimsieben der Anschluss immer wieder gelang. Trotzdem blieben die Gäste am Drücker, ohne dass es allerdings beim Seitenwechsel zu einer Führung reichte. Nach der Pause dann ein anderes Bild. Die HSG-Damen profitierten immer häufiger von den Fehlern der Seesener Aktiven und gingen frühzeitig mit bis zu vier Toren in Führung. Den Gästen gelang es dabei kaum noch, die tief stehende Deckung  zu überwinden. Aber von Aufgeben war keine Rede. Der Vorsprung konnte immer wieder verkürzt werden. In dieser Phase zeigte es sich, dass man sich auf beide Torhüterinnen verlassen konnte. Die Schlussminuten verliefen dann noch dramatisch, da die Gastgeber nach der 50. Minute kein einziges Tor mehr erzielen konnten. Das Seesener Abwehrbollwerk stand hingegen wie eine Mauer. Im Angriff reichten dann letztlich drei eigene Treffer, um das hochverdiente Unentschieden unter Dach und Fach zu bringen. Dabei fiel der Ausgleichtreffer erst mit dem Schlusspfiff!
MTV Seesen:
Janet Goff und Miriam Dörrie im Tor; Laura Omiecina (5), Daria Tappe (4), Ayla Schwarz (3), Fenja Oelhoff (3), Natascha Engel (1), Sandra König (1), Lena Werle, Ann-Kathrin Zeleny, Sandra Nitsche und Maren Hoffmeister

Weibl. C-Jugend: SG Zweidorf/Bortfeld gegen MTV Seesen 37:28 (19:13)
Bis weit in die erste Hälfte hielten die Seesener Mädchen wirklich gut dagegen und gestalteten das Spiel ausgeglichen. Anfangs lag man sogar mehrfach in Führung. Danach ließ die Konzentration etwas nach und die Gastgeber konnten sich bis zur Pause etwas deutlicher absetzen. Das lag auch daran, dass man die groß gewachsene Mittelspielerin der SG kaum in den Griff bekam. Sie erzielte bis zum Seitenwechsel allein zwölf Tore. Nach der Pause spielten die Mädchen aus der Sehusastadt weiter gut mit, ohne allerdings den Rückstand merklich verkürzen zu können. Zudem haderte man mit manch einer Entscheidung der Referees. Allein die verhängten Siebenmeter (acht für die Gastgeber und nur einer für Seesen) sorgten selbst bei den Verantwortlichen der SG für etwas Verwunderung. Am Ende konnten die Gäste erhobenen Hauptes nicht unzufrieden sein, wenngleich das Endergebnis nicht so richtig stimmte.
MTV Seesen:
Johanna Meinecke im Tor; Linda Engel (12), Marie König (11/1), Luise Wünsche (3), Livka Gorny (1), Fenna Schmidt (1), Giulia Luca, Marietta Stoppok, Matilda Schmidt, Anna-Sophie Kopp, Chiara Dörrie und Mandy Mischok

Weibl. E-Jugend: JMSG Schladen/HC Salzgitter gegen MTV Seesen 8:2 (3:1)
Die Seesener Mädchen mussten sich wieder einmal mit einem Gegner messen, der ihnen körperlich und auch spielerisch überlegen war. Trotzdem zogen sie sich dabei ganz beachtlich aus der Affäre, spielten gut in der Abwehr und erarbeiteten sich auch einige Torchancen, die leider nicht immer zu Toren führten. Man muss berücksichtigen, dass die Mädchen ihre erste Spielsaison bestreiten und die Spiele in erster Linie dazu nutzen müssen, das neue Spielsystem kennenzulernen und das Zusammenspiel zu trainieren. Wenn sich die Mannschaft erstmal spielerisch gefunden hat, wird der Erfolg ganz sicher von allein kommen. Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist besonders hervorzuheben. Sandra Nitsche hat da eine wirklich tolle Truppe beieinander, alle verstehen sich super und werden bei fleißigem Training in Zukunft noch viel erreichen können.
MTV Seesen:
Elisa Stoppok. Joy-Emily Grönke, Sümeyye Turan, Jana Gräbe, Ella Yalinkilic, Luisa Ketteler, Ida Rebmann, Aiza Shah, Mia Schröder, Lina Regenhardt, Hanna Kupka, Nele Brötler, Nea Bergt und Tjorven Gorny.

 

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