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MTV-Herzsportgruppe unternahm Tagesfahrt nach Hamburg

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Als Ziel ihrer Erlebnisfahrt hatten sie sich die Elbphilharmonie ausgesucht
Man kann die Herzsportgruppe im MTV Seesen durchaus auch als eine reiselustige Gruppe bezeichnen, denn neben ihrem Sport unternehmen sie auch dreimal im Jahr Busreisen. Sind es im Frühjahr und im Herbst "nur" Halbtagesfahrten, so steht im Sommer immer eine Ganztagsfahrt auf dem Programm. Dann steuern sie zusammen mit ihren Ehepartnern, Freunden und Gästen lukrative Ziele an, die sich in vertretbarer Entfernung zu Seesen befinden, wie beispielsweise die Seestadt Bremerhaven an der Küste oder die Edertalsperre im hessischen Waldecker Land. In diesem Jahr hatten sie sich für ihre Erlebnisreise Hamburg, "das Tor zur Welt", und hier insbesondere die Elbphilharmonie ausgesucht. Am frühen Freitagmorgen waren sie gestartet, hatten vorher kaum oder wenig zu sich genommen, und so war es verständlich, dass sie sich bei der obligatorischen Pause auf einem Parkplatz an der Autobahn in der Lüneburger Heide das schon legendäre rustikale Frühstück am Bus schmecken ließen, welches fleißige Helfer liebevoll bereitet hatten. Busfahrer Detlef Schaare hatte trotz der vielen Baustellen unterwegs und mit den damit verbundenen Verkehrsstaus das Kunststück fertig gebracht, seine Fahrgäste pünktlich zur verabredeten Zeit zu den Landungsbrücken in Hamburg zu bringen, wo der Kapitän der Barkasse bereits auf die Harzer wartete, um sie dann 1 1/2 Stunden lang durch die Weite des Hamburger Hafens zu fahren. Dabei wurden sie einerseits durch den herrschenden Wellengang und andererseits durch die an Seemannsgarn erinnernden Kommentare des Bootsführers "verschaukelt". Es war aber auch beeindruckend, als er mit seinem kleinen Boot so dicht an ein am Kai liegendes über 300 Meter langes Schiff heranfuhr und der tonnenschwere Anker dieses Ozeanriesen direkt über den Köpfen seiner Fahrgäste schwebte. Pünktlich zum vereinbarten Zeitfenster setzte er seine Gäste dann am Anleger der Elbphilharmonie ab. Dieses kurz auch "Elphi" oder "Elbphi" genannte Konzerthaus ist mit dem Ziel geplant und gebaut worden, ein neues Wahrzeichen für Hamburg zu schaffen. Es wurde auf der Hülle des früheren Kaispeichers errichtet, auf dessen Sockel dieser moderne Aufbau mit seiner markanten Glasfassade und seiner geschwungenen Dachform gesetzt wurde und der in seiner Gestaltung an Segel, Wasserwellen oder einen Kristall erinnert. Dass die gebogenen Glaselemente der Außenfassade den Himmel, das Wasser und die Stadt immer wieder anders reflektieren, konnten die Herzsportler sehr gut beobachten, als sie mit der Barkasse unterwegs waren. Als sie dann am Hauptzugang zu diesem Haus standen, kamen die Harzer auch hier aus dem Staunen nicht heraus, denn nun sollte es mit der "Tube", der über 80 Meter langen und leicht gewölbten Rolltreppe hinauf auf die Plaza, der Aussichtsebene in Höhe des früheren Kaispeicher-Daches, gehen. Während der Fahrgast auf dem größten Abschnitt der zweieinhalb Minuten dauernden Fahrtstrecke durch die "Tube" zunächst nur sieht, dass er auf ein Licht zufährt, ist die Aussicht durch das große Fenster, welches er dann in etwa 40 Meter Höhe erreicht, auf die Elbe, den Hafen und die Stadt grandios. Noch etwas höher wird dann die Ebene erreicht, auf der sich die Plaza befindet, die Treppen zu den Konzertsälen führen und von wo aus man hinaus kann auf den "Panoramasteg", auf dem das Gebäude einmal umrundet werden kann. Während die "Elbphi" insgesamt 110 Meter hoch ist, kann man schon von hier aus sehen, wie sich die einstige Speicherlandschaft in die moderne und nunmehr Wohnzwecken dienende "Hafen-City" entwickelt hat. Nach dem leckeren Fischessen im "Fischerhaus" und einer kleineren Stadtrundfahrt war dann am Hamburger Rathaus Zeit zur freien Verfügung, die dann auch genutzt wurde, um an der Binnenalster entlang zu bummeln, unter den Alsterarkaden ein leckeres Eis zu essen oder sich nur vom Leben in Deutschlands zweitgrößter Stadt beeindrucken zu lassen. Der Weg durch die Stadt zurück über die Köhbrandbrücke gestaltete sich etwas zeitaufwendig, weil - bedingt durch viele Baustellen - die Straßen verstopft waren. Aber auch hier zeigte Detlef Schaare sein fahrerisches Können, so dass er mit seinem Bus bald die Autobahn erreichte und der Weg nach Hause relativ frei war. Bei einem Zwischenstopp wurde dann noch zum das eigentliche Abendessen ersetzende "Reste-Essen" eingeladen. Mit der Gewissheit, wieder einen schönen, einen erlebnisreichen Tag verbracht zu haben, kamen die Herzsportler zwar gesund, doch auch etwas müde vom langen Tag, wieder zu Hause an.
Herbert Sander

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Auch vom Wasser her beeindruckt die Elbphilharmonie mit ihrer unverwechselbaren Silhouette
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Nicht minder beeindruckend ist die Fahrt mit der über 80 Meter langen, leicht gewölbten Rolltreppe hinauf auf die Plaza
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Nach dem "Abendessen" stellten die Herzsportler und ihre Gäste sich zu diesem Gruppenfoto.