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MTV-Herzsportler frischen ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf

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Wiederbelebung, Stabile Seitenlage und Einsatz des Defibrillators waren die Themen

Jeder von uns hatte es irgendwann einmal bei der Führerscheinprüfung oder später vielleicht auch im Beruf erlebt - eine Erste-Hilfe-Unterweisung. Doch wie stand es nach so langer Zeit nun um das Wissen, in welchem Rhythmus Herzdruckmassage und Atemspende zu erfolgen haben oder wie eine verunglückte Person richtig in die stabile Seitenlage verbracht werden muss?

Um dieses gefährliche Halbwissen zu beseitigen und um eben dieses Manko auszugleichen, haben wir MTV-Herzsportler, die wir unsere Übungstherapien ohnehin ja nur unter ständiger Anwesenheit eines Arztes und unter der Anleitung speziell geschulter Therapeuten durchführen dürfen, unsere Zusammenkunft am 16. November zum Auffrischen unserer Erste-Hilfe-Kenntnisse genutzt. Als "Fachleute" auf diesem Gebiet hatte ich als Leiter der Gruppe dazu Herrn Dr. Reiner-Joachim Gloeckner sowie Hartmut Wende mit seinem Team vom Seesener Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes in die Sporthalle an der Waisenhausstraße eingeladen.

Zunächst machte Dr. Gloeckner uns Herzsportler umfassend mit der körperlichen Situation eines bewusstlos vor uns liegenden Menschen vertraut und erklärte, wie ein Ersthelfer sich in einer solchen Situation zu verhalten hat und was unbedingt von ihm zu tun ist.

Er brachte es auf die kurzen Nenner: "Fangen sie an! Tun sie es einfach, denn Zeit ist Gehirn!" - "Hilfe zu rufen und auf den Notarzt zu warten allein genügt nicht!"

Denn während man ein Herz auch nach einem längeren Stillstand wieder zum Schlagen bringen kann, braucht das Gehirn zum Überleben ständig Sauerstoff. Und damit das Gehirn auch möglichst ununterbrochen mit Sauerstoff versorgt wird und keinen irreparablen Schaden nimmt, ist der sofortige Beginn einer Herzdruckmassage und Atemspende für eine bewusstlose Person überlebensnotwendig.

Wie diese Sauerstoff-Versorgung zu erfolgen hat, wurde nach dieser Einweisung an einem der fünf vorhandenen "Dummi" gezeigt, wobei der Sprach-Defibrillator die einzelnen Schritte ankündigte und auch den Takt vorgab, in dem Druckmassage und Atemspende zu erfolgen haben.

Damit es nicht bei reiner Theorie blieb, waren auch wir Herzsportler gefordert, sich an diesen“ Dummis“ zu versuchen, weiterhin zu demonstrieren, wie ein Notruf richtig abgesetzt wird und danach auch am "lebenden Objekt" die stabile Seitenlage zu zeigen.

Die Übungsstunde  verstrich an diesem Nachmittag förmlich wie im Fluge. Einig war man sich danach aber in der Bewertung, dass es wieder sehr aufschlussreich und auch der richtige Zeitpunkt war, die Kenntnisse wieder einmal aufzufrischen. Denn man stellte für sich selber fest, dass vieles von dem gerade Gehörten und Gezeigten doch bereits schon wieder in Vergessenheit geraten war.

Und als das Wichtigste, was wir aus der Unterweisung an diesem Nachmittag mit nach Hause nahmen, war der spürbare Abbau dieser störenden Hemmschwelle, in einem Notfall als Erster an der Unfallstelle selber sofort tätig werden zu müssen. Nun wissen wir wieder: wer als Erster an der Unfallstelle eintrifft, muss handeln!                                 

Herbert Sander

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