Zum Inhalt springen

MTV-Orientierungsläufer bei Mehrtageläufen erfolgreich - Siege für Bjarne Friedrichs in Slowenien und Ole Hennseler in Uslar

Die Sommerferien sind für die Orientierungsläufer frei von Meisterschafts- und Ranglistenläufen, doch damit sie nicht aus der Übung kommen, nutzen sie häufig das Angebot internationaler Mehrtageläufe in diversen Ländern. Auch die MTV-OLer waren aktiv und dazu auch noch recht erfolgreich: Während vor allem die jüngeren Nachwuchsläufer beim Uslarer 5-Tage-OL und damit in der Nähe an den Start gingen, zog es die Geschwister Friedrichs in Verbindung mit einem Bundeskader-Trainingslager zum OO-Cup nach Slowenien.

Für die wertvollste Leistung sorgte dabei sicherlich Bjarne Friedrichs, der mit dem technisch und  läuferisch anspruchsvollen Karstgebiet immer wieder gut zurechtkommt und gern an die Stätte seines größten Erfolges zurückkehrt. Bei diesem 5-Tage-Lauf mit dem Zentralort Gornji Grad im Savignatal und Läufen auf den teilweise offenen Hochflächen, die durch die vielen tiefen Dolinen ein sehr diffiziles Höhenbild aufweisen, genügte ihm in der Herren-Elite ein deutlicher Sieg auf der zweiten Teilstrecke, der Königsetappe, um bei zweiten und dritten Rängen an den übrigen Tagen den Gesamtsieg davonzutragen, auch wenn ihm der schwedische Konkurrent Matthias Hallmén auf der Schlussetappe noch einmal gefährlich nahe kam. Der Drittplatzierte hatte bereits über eine Viertelstunde Rückstand. Sehr gut präsentierte sich auch seine Schwester Birte, die in der D-16 zwar der an jedem Tag siegreichen Tschechin Teresa Cechova unterlegen war, mit konstanten Läufen aber ebenso souverän sich den zweiten Platz sicherte.

Wesentlich beschaulicher ging es beim eher familiären Uslarer 5-Tage-Lauf zu, der leider nur 260 Teilnehmer aus 10 Nationen zu Gast hatte. Vom Zentralort Uslar-Eschershausen waren alle Etappen zu Fuß zu erreichen, die Teilnehmer campierten auf dem Fußballplatz. Die umliegenden Sollinghänge boten zumindest physisch stark fordernde Läufe. Auch hier gab es einen Seesener Sieg zu verzeichnen. Bei seinen vorerst letzten Starts in Deutschland zeigte sich Ole Hennseler auf allen Etappen haushoch überlegen und gewann letztendlich mit einer Dreiviertelstunde Vorsprung. Für ein Jahr wird Ole nun in Schweden zur Schule gehen, wo er jeden Wochentag im AG-Bereich Orientierungslauf betreiben und zusätzlich am Vereinstraining teilnehmen kann – mal sehen, wie viel ihn dieser Aufenthalt im Mutterland des OL voranbringt.

Aufgrund geringer Teilnehmerfelder im weiblichen Jugendbereich wurden die Klassen D-14 bis D-18 zu einer D-16-Kategorie zusammengefasst. Hier belegte Meike Hennseler den vierten Platz, woran auch ein erfreulicher Sieg beim Jagdstart auf  der Schlussetappe, bei dem sie ihr Können aufblitzen ließ, nichts mehr änderte. Zoe Limberg tat sich etwas schwer bei den Läufen. In der H-12 lieferte sich Theo Hennseler einen spannenden Zweikampf um den Gesamtsieg mit Konrad Stamer (TSV Preetz), den er aufgrund einer verpatzten dritten Etappe verlor. In der gleichen Kategorie fing Julius Wandelt auf der Schlussetappe mit einem konzentrierten Lauf seinen älteren Bruder Aaron noch ab und wurde Fünfter. Eine ähnlich gute Mittelfeldplatzierung verspielte der neunjährige Till Buchberger ebenfalls in dieser Klasse durch einen Fehlstempel am ersten Tag, ansonsten kam er wie seine Vereinskameraden gut zurecht. Ganze vier Sekunden fehlten Lina Buchberger in der D-12 gegenüber ihrer belgischen Konkurrentin im Kampf um den Gesamtsieg – zurecht war sie ein wenig enttäuscht, denn immerhin hatte sie den trotz zweier Etappensiege bestehenden Rückstand von sechs Minuten im Jagdstart egalisiert und musste sich dann auf der Zielgeraden überspurten lassen.

Zurück
OL-Ole1.jpg
Ole Hennseler am Posten