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MTV Radsportler on tour!

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Ende August war es wieder soweit! Für die diesjährige Mehrtagestour hatten sich die Verantwortlichen als Ziel das Weinanbaugebiet Saale/Unstrut ausgeguckt. Die Planungen begannen bereits Ende letzten Jahres; es ging darum, ein geeignetes Quartier für eine größere Gruppe zu finden. Das war alles andere als einfach, hatte man doch sehr konkrete Terminvorstellungen.

Mit insgesamt 21 Radsportlern startete man freitags früh vom Minigolfplatz; vor Ort stießen dann noch weitere 4 Radler dazu. Das Wetter war „fahrradgerecht“ und zeigte sich auch den ganzen Tag von seiner besten Seite. Am späten Vormittag wurde Bad Bibra mit den Autos und den Rädern huckepack erreicht. Da die Zimmer dort noch nicht belegt werden konnten – die Radkluft hatte man deshalb bereits zu Hause angezogen – wurden die Räder nach einem kurzen Imbiss startklar gemacht und es ging bei strahlender Sonne überwiegend abseits von Teerstraßen auf recht idyllischen Wegen von Bad Bibra über Laucha nach Freyburg. Dort hatte die Organisatoren eine Besichtigung der Rotkäppchen Sektkellerei gebucht; die Führung in alten Gemäuern (in den Keller geht es dort auch nach oben!) war sehr eindrucksvoll und nachhaltig. Natürlich durfte eine Verkostung des „cuvé“-Sekts nicht fehlen. Zurück ging es danach in Richtung Bad Bibra, wo im Hotel ein zünftiges Grillbüfett für die doch ziemlich ausgehungerten Radfahrer wartete. Nach einigen durstlöschenden Getränken warteten die Betten auf die doch recht müden Radler.

Am nächsten Morgen erwartete die Radfahrer eine unerwartete Überraschung; es regnete in Strömen! Damit konnte wirklich niemand rechnen, waren doch der Abend und die Nacht zuvor sternenklar. Aber Radfahrer können auch mit Regen umgehen und hatten natürlich die geeignete Bekleidung dabei. Nach dem Frühstück startete man bei Regen, der doch einige Zeit anhielt. Gegen Mittag wurde Bad Kösen angesteuert und der Wettergott hatte ganz plötzlich ein Einsehen; die Regenwolken verzogen sich und sonniges Radfahrwetter war angesagt. Bei einer Einkehr in einer Besenwirtschaft an der Saale ließen sich die Radler Traditionelles in flüssiger und fester Form munden, ehe es gestärkt und mit inzwischen trockener Bekleidung nach Naumburg ging. Dort hatten die Radsportler Gelegenheit, die Stadt ausgiebig jeder nach seiner Facon zu erkunden. Die Rückfahrt nach Bad Bibra verlief ohne Komplikationen; man traf im Hotel am frühen Abend ein. Das Abendessen schmeckte allen vorzüglich und man ließ den Tag in gemütlicher Runde ausklingen.

Am letzten Tag des Aufenthalts stand Radfahren nicht auf dem Plan. Nachdem die Räder auf die PKW`s verladen wurden, stand der Besuch der Arche Nebra an. Durch einen sehr interessanter Vortrag konnte die Himmelsscheibe in wahrsten Sinne des Wortes „erlebt“ werden. Die Arche Nebra kann im weitesten Sinne mit dem Harzhorn in unserer Heimat verglichen werden, wenngleich die Ausstellung um die Himmelsscheibe um ein Vielfaches größer und auch imposanter ist.

Alles in allem war das eine sehr gelungene 3-Tagesfahrt. Die Radwege an Saale und Unstrut waren bestens befahrbar; überwiegend geteerte Wege ohne Rampen stellten auch den ungeübten Radfahrer kaum von Probleme. Nicht restlos aufgeklärt werden konnte, weshalb die Radwege ab und an mit groben Kopfsteinpflaster unterbrochen wurden. Vielleicht hätte man das Radfahren ohne diese „Auflockerung“ ein wenig zu langweilig gefunden.....

Jürgen Hoffmeister

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