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MTV-Senioren unternahmen Bossel-Tour

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Am Ende waren alle Sieger

Sie haben sich wieder an ihren löblichen Vorsatz gehalten, wenigstens einmal im Jahr mit ihren „besseren Hälften“ gemeinsam etwas zu unternehmen. Die Rede ist von den männlichen Senioren im MTV Seesen. Erkundeten sie in früheren Zeiten beispielsweise den Innerste-Staudamm von innen, besuchten das Bergbaumuseum Knesebeck oder ließen sich fachkundig durch den WeltWald Harz führen, so waren es – angepasst an das zunehmende Alter - in den Jahren zuvor wiederholt die zur Saison passenden „Spargelwanderungen“.

Doch in diesem Jahr sollte es mal wieder etwas anderes, etwas mit „Bewegung“ sein.

Das rührige Organisationsteam der Gruppe hatte abermals eine Bossel-Tour ausgearbeitet und somit zu körperlicher Aktivität in der frischen Luft eingeladen. Offensichtlich hatten sie bei der Planung auch gute Beziehungen „nach oben“, denn das Wetter hätte an diesem Sonnabend passender nicht sein können. Bei Sonnenschein und recht angenehmen Temperaturen traf man sich an der Neckelnberg-Hütte und aufgeteilt in zwei Gruppen ging es dann auf der Waldstraße bei konstant leichter Steigung los in Richtung Limbach-Hütte.

 Auf der vor ihnen liegenden Strecke hatten die Teilnehmer die Aufgabe, die mit einem Metallkern gefüllte Gummikugel möglichst weit nach vorne zu werfen, wobei die Gruppe mit den wenigsten Würfen die Siegermannschaft sein sollte. Das war auf der gewölbten und nur mit Schotter versehenen Waldstraße gar kein so leichtes Unterfangen, denn entweder lief die Kugel in den Seitenraum und verschwand dort oder sie sprang - von den Schottersteinen abgelenkt - unkontrolliert zur Seite und landete dabei auch einige Male im Bereich des durch den Starkregen arg in Mitleidenschaft gezogenen Bachlaufs der Schildau.  Die anschließende Bergung war insofern kein Problem, denn mit einer mitgeführten Gartenharke konnte die Kugel immer wieder geborgen werden. Doch nicht eingesetzt werden durfte die Harke, wenn die Kugel nach dem Ausrollen nicht unbeweglich liegen blieb, sondern ungewollt wieder zurücklief. Der nächste Werfer durfte nämlich erst von dort aus werfen, wo die Kugel dann endlich zum Stillstand gekommen war. Klar, dass unterwegs eine lockere Stimmung herrschte und jeder Wurf, ob gelungen oder nicht, entsprechend kommentiert wurde.

Hatte man gedacht, dass sich der Rückweg, in diesem Falle nun bergab, leichter gestalten würde, so hatte man sich getäuscht. Auch hier machte die Kugel, was sie wollte und die „Fänger“ hatten genug damit zu tun, die Kugel wieder ins Spiel zu bringen.

Als die Bossel-Truppe dann endlich wieder an der Neckelnberg-Hütte ankam und das Ergebnis der sportlichen Betätigung verkündet wurde, stellte sich heraus, dass beide Gruppen gleich stark waren und sie lediglich zwei Würfe voneinander trennten. Von daher einigte man sich darauf, dass es keine „Gewinnergruppe“ gab, sondern dass alle Teilnehmer Sieger waren. An der Hütte traf man jetzt auch mit den  anderen Senioren und ihren Partnerinnen zusammen, die zur gemütlichen Kaffeerunde nach dort gekommen waren. Gut versorgt und liebevoll betreut vom Harzclub-Hüttenteam verbrachten die MTV-Senioren auf der Terrasse hier einige schöne Stunden. Später am Nachmittag konnten sie sich dann auch noch leckere Bratwürstchen oder Steaks vom Grill, versehen mit den entsprechenden Zutaten, servieren lassen und das eine oder andere gekühlte Getränk dazu genießen.     

Herbert Sander

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Damit die Kugel beim Bosseln möglichst weit lief, musste sie mit viel Schwung nach vorne getrieben werden
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Hin und wieder verschwand die Kugel auch im Bachlauf der Schildau und musste dort wieder aus dem Wasser herausgefischt werden.
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Auf der Terrasse der Neckelnberg-Hütte verbrachten die MTV-Senioren nach dem Bosseln in gemütlicher Kaffeerunde dann noch einen schönen Nachmittag.