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Nachwuchs-Orientierungsläufer international erfolgreich

Ole Hennseler holt auf Römö einzigen deutschen Sieg – Guter Ranglistenlauf-Auftakt im Ostharz

 

Die dänischen 3-Tage-Osterläufe sind immer eine willkommene Gelegenheit, Urlaub mit Training und Wettkampf zu verbinden. In diesem Jahr beteiligte sich unter den fast 2000 Teilnehmern aus 10 Nationen auch eine Delegation des MTV Seesen von Gründonnerstag bis Ostersamstag an diesem Wettkampf. Alle drei Etappen wurden bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt auf der Insel Römö ausgetragen und waren durch eine Mischung aus Dünen, mehr oder weniger dichten Kiefernwäldern und Sümpfen bestimmt. Im Hauptlauf der Herren blieb Bjarne Friedrichs im Duell mit einigen dänischen Spitzenläufern nicht ganz fehlerfrei und lag vor dem abschließenden Jagdstart an fünfter Stelle. Hier startete er dann eine starke Aufholjagd und hatte sich schon kurzzeitig bis auf den zweiten Platz vorgearbeitet, ehe er durch einen Sturz in einem Sumpfloch  - und das bei den niedrigen Temperaturen – wieder Zeit einbüßte und, nur um wenige Sekunden von Platz zwei und drei getrennt, guter Vierter wurde. Im Rampenlicht aus Seesener Sicht stand diesmal Ole Hennseler, der für den einzigen deutschen Gesamtsieg bei diesem Osterlauf sorgte. In der Klasse der H14 lief er mutige Routen und setzte sich mit zwei Etappensiegen an die Spitze des Feldes, die er im Jagdstart souverän verteidigte und sich dabei auch von einem kleinen Fehler zu Beginn des Rennens nicht verunsichern ließ. Mit diesem großartigen Erfolg deutete Ole an, dass von ihm in dieser Saison noch einiges zu erwarten ist. Auch Birte Friedrichs startete in der D14 mit einem Etappensieg, musste sich auf der zweiten Etappe aber einer dänischen Läuferin geschlagen geben, die damit auch als Führende in den Jagdstart ging. In diesem abschließenden Lauf war Birte schon auf teilweisen Sichtkontakt zu der Führenden aufgelaufen, ehe ihr ein Fehler unterlief, der sie wieder zurückwarf. Dennoch ist auch ihr zweiter Platz ein hervorragender Erfolg. Um Sicherheit in fremdem Terrain zu gewinnen, starteten Meike und Theo Hennseler in der D12 bzw. H10 nur in den B-Kategorien, deren Bahnen sehr stark an Wegen entlang führten. Meike lief konstant gut und belegte in allen drei Etappen den dritten Platz. Dieses wäre Theo ebenfalls gelungen, wenn er nicht die zweite Etappe durch einen Richtungsfehler verpatzt  hätte. So blieb ihm in der Gesamtwertung der achte Platz. Martin Hennseler hatte sich wegen der kürzeren Bahnen statt in seiner Altersklasse in der Kategorie H21AK gemeldet und traf auf zahlen- und auch leistungsmäßig starke Konkurrenz. Unter 80 Teilnehmern endete er nach den drei Etappen auf Rang 56. Gänzlich anderes Terrain erwartete fast die gleiche Delegation des MTV Seesen eine Woche später in Friedrichsbrunn bei Thale im Ostharz. Dort kam es zur 55. Auflage der Kreismeisterschaften des Kreises Quedlinburg, der traditionsreichsten deutschen OL-Veranstaltung, die in diesem Jahr gleichzeitig erster Landesranglistenlauf für die Landesverbände von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen war. Auf einem recht flachen Rücken ging es durch abwechslungsreiches Gelände mit wechselnder Belaufbarkeit und vielen Felsen, Steinen und Sümpfen. Ole Hennseler und Birte Friedrichs wollen in diesem Jahr auf Landesebene in der H bzw. D16 hochstarten, um anspruchsvollere und längere Strecken laufen zu können. Während Birte mit einem Start-Ziel-Sieg über 3,3 km ihre ersten hundert Punkte in der Ranglistenwertung einfuhr, musste sich Ole nach 4,8 km trotz starker Leistung knapp dem zwei Jahre älteren Braunschweiger Magnus Struckmann geschlagen geben. Meike Hennseler musste sich zwar einer Magdeburger Läuferin um sieben Sekunden geschlagen geben, sicherte sich aber ebenfalls die volle Punktzahl in der niedersächsischen Rangliste. Einen feinen zweiten Platz erlief sich auch ihr achtjähriger Bruder Theo in der H12 über die 3km-Distanz. Lediglich die beiden Senioren Martin Hennseler in der H40 (5,8 km) und Gottfried Labuhn in der H45 (5,1 km) mussten sich mit hinteren Plätzen zufrieden geben.

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Ole Hennseler