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OL: Erfolgreiches Team-Wochenende in Altenau

| Orientierungslauf

Dass das grandiose Ergebnis der Teamwettkämpfe aus dem Vorjahr wegen des Aufrückens einiger Nachwuchs-OLer in die nächsthöhere Kategorie und wegen der längeren Auslandsaufenthalte mehrerer Leistungsträger nicht wiederholt werden könnte, war allen Beteiligten schon bei der Anmeldung zu den diesjährigen Deutschen Staffelmeisterschaften und denBestenkämpfen im Mannschafts-OL, die der Nachbarverein MTK Bad Harzburg in Altenau ausrichtete, klar. Dennoch konnten die MTV-OLer wieder mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam machen.Den Auftakt zu diesem OL-Wochenende in Altenau machte ein Sprint-OL durch die Bergstadt rund um den Glockenberg, der mit erhöhter Wertigkeit für die Deutsche Park-Tour zählt und folglich mit rund 200 Teilnehmern einen guten Zuspruch erfuhr. Diesen Sprintwettkampf organisierten zur Entlastung des MTK Bad Harzburg im Wesentlichen die MTV-OLer im Zuge einer Nachbarschaftshilfe und wickelten das Programm reibungslos ab. Im Gegenzug wird der MTK den Seesenern helfen, wenn diese im August nächsten Jahres für die Deutschen Meisterschaften über dieMitteldistanz verantwortlich zeichnen.Bei diesem Sprint konnten die Teilnehmer schon einmal nachvollziehen, was der Begriff „Bergstadt“ bedeutet. Während die meisten MTV-OLer in die Organisation eingebunden waren, gingen doch einige auch an den Start. Am besten platzierte sich Till Buchberger in der H-14, der miteinem Rückstand von 15 Sekunden Zweiter wurde und damit seine Anwartschaft auf den Gewinn der Park-Tour-Wertung aufrecht erhielt. Aber auch Hanna Stark (3. in D-10), Rut Stark (8. in D-14),Till Raake (9. in H-14), Henrike Salau (10. in D-18), Jan Klose und Theo Hennseler (7. bzw. 8. in H-18) sowie Theresia Meißner als Fünfte bei den Damen wussten zu überzeugen.Für die Teamwettkämpfe hatte der MTK Bad Harzburg als Laufgebiet das Waldstück zwischen Altenau, Okertalsperre und Torfhaus ausgewählt, das für Harzer Verhältnisse relativ flach war und an den Rändern steiler abfallende Hänge aufwies, für die Jüngsten und die Älteren aber hinsichtlich der Belaufbarkeit hohe läuferische Anforderungen stellte. Unglücklicherweise mussten die Harzburger wegen der Borkenkäferplage permanent dem Harvester hinterherkartieren und viele Kapazitäten unvorhergesehen vergeuden. Dank des traumhaften Herbstwetters wurde es aber doch noch eine schöne Veranstaltung für die angereisten 230 Dreierteams.Die einzige Medaille des MTV bei den Deutschen Staffelmeisterschaften erlief sich das Damenteam, das mit der Bronzemedaille das Vorjahresergebnis wiederholte. Mit einer sehr staken ersten Runde übergab Theresia Meißner an zweiter Stelle liegend, die nachfolgende Ann-Charlotte Spangenberg musste gesundheitlich leicht geschwächt etwas abreißen lassen und schickte die Schlussläuferin Birte Friedrichs an Position drei ins Rennen. Da auch sie noch nicht ganz fit war, war die Devise weniger Attacke nach vorn denn Absicherung nach hinten, was jedoch gut gelang und somit die Medaille unter Dach und Fach war. Die Herren gingen zwar als Titelverteidiger ins Rennen, standen ohne den in Schweden weilenden Erik Döhler aber auf verlorenem Posten. Martin Hennseler lieferte für sein Alter ein beachtliches Rennen ab, dennoch mussten Bjarne Friedrichs und Ole Hennseler mit 13 Minuten Rückstand von Platz 18 auf die Verfolgungsjagd gehen. Dies glückte insofern, als sie sich noch auf Rang sechs und somit einem Diplomrang vorkämpften.Im Nachwuchsbereich ging der MTV mit sehr jungen Teams an den Start. Ebenfalls auf einen Diplomrang schafften es das erste Team mit Anton Knoll, Jan Klose und Aaron Wandelt in der H-18mit einem erfreulichen fünften Platz, das zweite Team mit Theo Hennseler, Lion Bernsdorf und demnoch recht unerfahrenen Lennart Krätz wurde 13. Das D-18-Team musste ohne Lina Buchberger auskommen und belegte in der Besetzung Lilly Hintz, Kiana Meisel und Carolin Bernsdorf den achten Platz. Wirklich gut machten die drei Youngster Till Raake, Rut Stark und Felix Salau ihre Sache in der H-14; unter den 14 gestarteten Teams lagen sie zwischenzeitlich sogar auf Platz sechs und wurden am Ende immerhin Neunte.Die Wettbewerbe im Mannschafts-OL, die es in dieser Form eigentlich nur in Deutschland gibt, üben immer wieder einen besonderen Anreiz aus, spielen doch viele Faktoren eine Rolle, die zu kalkulieren es eines besonderen Fingerspitzengefühls bedarf. Dies gelang den MTV-OLern am Sonntag überwiegend vorzüglich – die Folge waren ein kompletter Medaillensatz. Die Damen hatten Ann-Charlotte Spangenberg durch Nina Döllgast ersetzt, der die Aufteilung der Posten so gutgelang, dass sie zusammen mit Theresia Meißner und Birte Friedrichs sich mit 20 Sekunden Vorsprung den Sieg sicherten. Auch die Herren verteilten die Posten so geschickt, dass sie nur um gut eine Minute es verpassten, den Überraschungscoup von 2017 zu wiederholen, als sie den Titel holten. Diesmal freuten sich Martin und Ole Hennseler sowie Bjarne Friedrichs genauso über einen herausragenden zweiten Platz.Auch das erste H-18-Team harmonierte hervorragend – der Lohn war ein nicht erwarteter dritter Platz für Aaron Wandelt, Theo Hennseler und Anton Knoll. Das zweite H-18-Team mit Jan Klose, Lion Bernsdorf und Lennart Krätz übersah leider einen Posten und fiel aus der Wertung. Die D-18-Mädchen liefen in der gleichen Besetzung wie am Vortag recht homogen und verbesserten sich um einen Platz auf Rang sieben. In der H-14-Mannschaft wurde zu ungleich aufgeteilt, sodass für zwei Läufer eine längere Wartezeit und letztendlich der elfte Rang die Folge waren.
Detlev Friedrichs

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Die drei erfolgreichen Teams der Damen, Herren und H-18
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Damenteam im Zieleinlauf zum Sieg bei den Mannschaftsmeisterschaften, v.l.: Birte Friedrichs, Theresia Meißner und Nina Döllgast
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Geschafft, aber überglücklich über den zweiten Platz: Das Herren-Team mit Ole Hennseler, Bjarne Friedrichs und Martin Hennseler
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Das Jugendteam mit Aaron Wandelt, Anton Knoll und Theo Hennseler erreicht überraschend den dritten Platz