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OL: Niedersachsen verteidigt zweiten Platz beim Jugendländervergleichskampf

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Starke Seesener Unterstützung

Damit hatten der neue Landesjugendfachwart Christoph Hofmeister und sein Betreuerteam nicht gerechnet, dass das zwar recht große, aber überwiegend junge von ihnen zusammengestellte Team beim Jugend- und Juniorenländervergleichskampf den in den beiden Vorjahren errungenen zweiten Platz verteidigen würde. Immerhin waren mit Ole Hennseler und Birte Friedrichs zwei langjährige Punktegaranten aus Altersgründen nicht mehr mit dabei. Dennoch stellte der MTV Seesen mit zwölf Teilnehmern allein ein gutes Viertel des niedersächsischen Teams bei diesem  Teamwettbewerb zwischen 14 Auswahlmannschaften der Landesturnverbände im Orientierungslauf, der im bayerischen Nittenau in der Nähe von Regensburg am vergangenen Wochenende ausgetragen wurde.

Die Wettkämpfe, ein Bundesranglistenlauf über die Langdistanz und tags darauf die Staffelwettbewerbe, wurden in einem Gebiet voller Granitfelsen und Steine ausgetragen, aber das niedersächsische Team durch das Ostertrainingslager in Jütland gut vorbereitet, obwohl dort in Sanddünen die Trainingsläufe absolviert wurden. Wie schon in den letzten Jahren gingen die Einzelsiege der Niedersachsen auf das Konto der MTV-OLer, die sich allesamt prächtig aus der Affäre zogen.

In der D-18 siegte Lina Buchberger mit  fehlerfreiem Lauf  und sechs Minuten Vorsprung und holte damit viele Punkte für das Team, aber auch in der Bundesranglistenwertung. Das gleiche gelang ihrem Bruder Till in der H-14 mit der richtigen Mischung aus Tempo und Konzentration. Viele Punkte für das Team steuerten auch Meike Hennseler als Zweite der D-20 und Theo Hennseler als Vierter der H-16 bei. Auch Lilly Hintz als zweitbeste Niedersachsenläuferin (20. in der D-16) und der eine Kategorie höher gestartete Jan Klose (19. und damit bester Niedersachse in der H-20) steuerten wertvolle Punkte bei. Da jeder Landesverband zwei Athleten pro Kategorie in die Wertung bringt, die weiteren gemeldeten Vertreter aber das Punktekonto der anderen Verbände schmälern können, waren auch die weiteren Platzierungen der Seesener von Carolin Bernsdorf (28. D-16), Till Raake (37. H-14), Julius Wandelt (11. H-16), Lion Bernsdorf (30. H-16), Aaron Wandelt (15. H-18) und Juncheng Fu (27. H-20) äußerst hilfreich für die Punktewertung.

Bei der stimmungsvollen Siegerehrung am Abend wurden dann nicht nur die Bestplatzierten geehrt, sondern auch der Zwischenstand nach dem ersten Tag bekanntgegeben. Abonnementssieger Sachsen trumpfte wieder stärker als im Vorjahr auf und war schon recht weit enteilt, aber auch der Vorsprung Niedersachsens auf Bayern, den Hauptkonkurrenten um Rang zwei, war schon beruhigend.

Aber Staffeln haben ihre eigenen Gesetze, wie etliche Staffeln am Sonntag erfahren mussten. So wechselte die nach den Einzelläufen leicht favorisierte D-20-Staffel dank eines ausgezeichneten Laufes von Meike Hennseler auf der Startposition mit fünf Minuten Vorsprung, um dann nach einem rabenschwarzen Tag der zweiten Läuferin so weit zurückzufallen, dass die Schlussläuferin Ann-Charlotte Spangenberg trotz Bestzeit nur noch einen dritten Platt der niedersächsischen Staffel erzielen konnte. Auch Till Buchberger musste als Schlussläufer, aussichtsreich an Position zwei liegend, nach einem ungewohnten Fehler noch zwei Läufer passieren lassen. Anders der Verlauf der Staffel in der H-16: Der Bad Harzburger Jussi Bruns übergab mit geringem Rückstand als Vierter auf Julius Wandelt, der mit einem souveränen starken Lauf unter dem Jubel der Teamkollegen seinem Schlussläufer Theo Hennseler einen fünfminütigen Vorsprung mit auf den Weg gab. Theo gelang zwar kein sicherer Lauf, aber er rettete den einzigen niedersächsischen Staffelsieg des Tages ins Ziel. Auch die übrigen MTV-OLer, namentlich Aaron Wandelt und Lina Buchberger, lieferten gute Staffelleistungen ab.

So blieb es auch nach den Staffelentscheidungen bei der Reihenfolge auf den ersten drei Plätzen: Sachsen gewann die Jugend- und die Juniorenwertung mit deutlichem Vorsprung, bei den Jugendlichen lag Niedersachsen vor Bayern, bei den Junioren war es umgekehrt. In der Gesamtwertung siegte Sachsen vor Niedersachsen und Bayern, der viertplatzierte Nachwuchs aus Berlin lag schon deutlich zurück.                                                                         
Detlev Friedrichs

 

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