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OL: Ole Hennseler siegt in Slowenien!

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Die Sommerferien sind für die Orientierungsläufer die Zeit der internationalen Meisterschaften und der internationalen Mehrtageläufe. So reiste Ole Hennseler zusammen mit einigen weiteren Nationalkaderläufern nach seinem erfolgreichen Auftreten bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Engadin weiter nach Slowenien, wo im Dreiländereck zu Österreich und Italien der traditionelle OO-Cup stattfand. Dort stellte er sich in brillianter Verfassung vor und gewann nicht nur drei Etappen, sondern auch die Gesamtwertung!

Der OO-Cup zieht jährlich rund 1500 Athleten vorwiegend in den Westen Sloweniens und punktet mit seinem alpinen Charakter, häufig in diffizilem Karstgebiet. Damit steht die Orientierungstechnik im Vordergrund und nur, wer sauber Karte lesen kann, hat eine Gewinnchance. Das dichte Postennetz verführt zudem zu Fehlern und sortiert viele Athleten aus dem Klassement. Erstmals waren in diesem Jahr auch alle drei Länder beteiligt, denn nach der Auftaktetappe bei Villach in Österreich folgten zwei Etappen in Italien um den Laghi di Fusino, ehe auf den beiden letzte Etappen unweit des Triglav, des höchsten Berges Sloweniens, auf Hochplateaus die Gesamtsieger ermittelt wurden.

In der H-18 dominierten drei deutsche Nationalkaderläufer die 55köpfige Konkurrenz. Siegte am ersten Tag noch ein ungarischer Läufer, so waren an den folgenden Etappen jeweils die Deutschen oben auf dem Treppchen, dreimal davon allein Ole Hennseler. Nachdem sich Erik Döhler (TuS Karlsruhe-Rüppur) bei einem Lauf mit einem Fehlstempel aus dem Rennen genommen hatte, fiel die Entscheidung um den Gesamtsieg nur noch zwischen Ole und dem Jenaer Veit Slodowski. Mit einer eindrucksvollen Leistung auf der Schlussetappe setzte sich der Seesener Schüler eindeutig an die Spitze und gewann mit zwölf Minuten Vorsprung und unterstrich mit seinem ersten Sieg bei einem internationalen Mehrtagelauf seine derzeit herausragende Form.

Auch beim OO-Cup am Start war die Familie Buchberger. Alle liefen erstmals in einem solch felsigen Gebiet mit einem so diffizilen Höhenrelief und taten sich erwartungsgemäß schwer. Die Eltern Christian und Irene waren zufrieden, immer fehlerfrei das Ziel erreicht zu haben, womit sie sich in ihren Kategorien immer weiter nach vorn arbeiteten und letztendlich als 10. bzw. 11. in der Gesamtwertung abschlossen. In der D-14 zeigte sich Lina mit etwas schwankenden Ergebnissen, wobei ein toller zweiter Platz auf der zweiten Etappe herausragte. Insgesamt belegte sie unter 53 Läuferinnen einen guten 19. Platz und war damit zweitbeste deutsche Teilnehmerin. Immer besser zurecht kam Till in der H-12. Nach einem 17. Rang zu Beginn lief er dreimal hintereinander unter die besten Sechs und schob sich damit als bester deutscher Junge in dieser Klasse noch auf einen feinen achten Platz in der Gesamtwertung.
Detlev Friedrichs

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