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OL-WM mit zufriedenstellender Bilanz

| OL

Als letzte und Höhepunkt der internationalen Meisterschaften standen in der vergangenen Woche noch die Weltmeisterschaften im Orientierungslauf an. Austragungsort war Strömstad in Schweden, zwischen Göteborg und Oslo an der Westküste gelegen. Das deutsche WM-Team zeigte sich bei den Frauen von seiner besten Seite, während die Bilanz der Herren als durchwachsen zu bezeichnen ist. Auch der Seesener Bjarne Friedrichs hatte sich ursprünglich etwas bessere Ergebnisse erhofft.

Während Deutschland vor Hitze stöhnte, herrschte in den Wettkampfgebieten unweit der norwegischen Grenze eher Schmuddelwetter mit Regen und halb so hohen Temperaturen. Untergrund mit unterschiedlicher Belaufbarkeit, Bodenbewuchs, Sümpfe, Steingebiete sowie zahlreiche Dickichtpassagen forderten die WM-Starter erheblich.

Während im Sprint die deutschen Teilnehmer den Einzug in das A-Finale allesamt knapp verpassten, steigerte sich die deutsche Mixed-Sprint-Staffel, die ja probeweise auch auf nationaler Ebene bei der Sprint-DM in Seesen gelaufen wird, im Vergleich zu den Vorjahren auf einen guten 17. Platz. In der Folge ragte die Jenaerin Susen Lösch mit Platz 30 über die Mittel- und Platz 22 über die Langdistanz aus dem deutschen Team heraus und sorgte mit einem fulminanten Lauf als Staffel-Schlussläuferin auf Rang neun für das beste deutsche Staffelergebnis seit fünfzehn Jahren.

Anders das Bild bei den Herren: Aufgrund von Verletzungen war schon nicht das stärkste Team angereist, zudem hatte Bjarne Friedrichs seit zwei Monaten wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr richtig trainieren können. So zeigte er über die Mittel- und Langdistanz zwar zwei solide Läufe, und mit Rang 49 bzw. 48 war er jeweils wie gewohnt bester Deutscher, aber nach dem guten Wintertraining hatte er eigentlich weiter nach vorn kommen wollen. Allein es fehlten vor allem Kraft und Spritzigkeit, um wie in den Vorjahren knapp zehn Plätze besser abzuschneiden. Zufrieden sein konnten die Herren dann aber mit dem Staffelergebnis, denn mit einer starken Auftaktrunde hatte Felix Späth das Team in Sichtweite der zweiten Läufergruppe gehalten und als 13. gewechselt. Philipp Müller und Bjarne Friedrichs verloren zwar etwas an Boden, aber es reichte immerhin noch für einen ordentlichen 17. Platz. Hinsichtlich des Abschneidens und der vielen Verletzungen der Bundeskaderläufer muss sich der amtierende Herrentrainer allerdings fragen lassen, ob seine Vorstellungen einer Vorbereitung auf diese WM immer richtig waren.                               DetlevFriedrichs

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