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Orientierungsläufer mit Forsteinsatz

| Orientierungslauf

Was für andere Sportarten die Sporthalle oder das Stadion darstellt, ist für die Orientierungsläufer vorrangig der Wald. Für die Nutzung des Waldes gibt es klare Absprachen zwischen den Niedersächsischen Landesforsten und dem Landessportbund. Dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass die OLer des MTV Seesen auf so viel Verständnis stoßen wie im Forstamt Seesen. Das wurde zuletzt beim Landesranglistenlauf im April deutlich, als es nach den Sturmschäden des Winters dennoch möglich war, in enger Absprache den Lauf gefahrlos durchzuführen.

So beschlossen die MTV-Oler, sich auch einmal mit einer Gegenleistung zu bedanken. Am vergangenen Samstag war es dann so weit, dass sie bei einem Forsteinsatz zur Tat schreiten konnten. Nach einer kurzen Erklärung und Einweisung durch die Revierleiterin Dorothee Bock an der Limbach-Hütte wurden oberhalb des Zusammenflusses von Schildau und Limbach die beiden Bäche auf einem längeren Teilstück gründlich vom Geäst gesäubert. Das waren vorwiegend Äste von Fichten, die nach den Stürmen entastet und dann abgefahren worden waren. Diese Zweige ragten mehr oder weniger ins Bachbett.

Diese Maßnahme war aus zweierlei Sicht sinnvoll: Zum einen steigt durch Fichtennadeln der Säuregehalt (pH-Wert) der Gewässer, zum anderen bleibt hinter den Ästen weiteres angespültes Material hängen und blockiert den ungehinderten Abfluss. Dies kann dann zum Rückstau führen, wodurch sich das Wasser neue Wege sucht und möglicherweise bei Starkregen die Forststraßen unterspült oder die Wegeauflage fortspült. Zum Glück war bei der Arbeit das Bachbett ausgetrocknet - nun kann der ersehnte Regen kommen. Vor allem für den MTV-Nachwuchs war dies eine wertvolle Erfahrung und zugleich ein sinnvolles Alternativtraining zur Belastung von Muskelgruppen, die bei Läufern in der Regel nicht so ausgeprägt sind.
Detlev Friedrichs

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