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Orientierungslauf: Beim Weltcupfinale in Arosa gut platziert

| OL

Das OL-Weltcupfinale, das schon seit geraumer Zeit immer Anfang Oktober in der Schweiz ausgetragen wird, führte die besten Orientierungsläufer vieler Nationen in diesem Jahr nach Arosa im Kanton Graubünden, wo mit zwei Läufen über die Lang- und die Mitteldistanz der diesjährige Weltcup endgültig zugunsten des Schweizers Daniel Hubmann und der Schwedin Tove Alexandersson entschieden wurde. Das deutsche Team war nur mit einer Handvoll WM-Startern angereist, von denen die Jenaerin Susen Lösch und der Seesener Bjarne Friedrichs es schafften, mit starken Läufen noch einmal in die Punkte, d.h. unter die ersten vierzig im Klassement zu kommen.

Auf mehr als 1800m Höhe galt es in einem typisch alpinen Gelände zu bestehen. Die Läufer mussten daher steile Gebirgshänge überwinden oder auf der Höhe entlang dieser laufen und  in den mitunter sehr diffizilen Hochalmen und den Gebirgswäldern sauber orientieren. So hatten die Herren auf der Langdistanz bei einer Streckenlänge von „nur“ 12,6 km Luftlänge mehr als 800 Höhenmeter bergauf und – wegen der Startüberhöhung – fast 1100 Höhenmeter bergab zu bewältigen. Bjarne Friedrichs gelang dabei ein sauberer Lauf, der ihm mit einem ausgezeichneten 33. Platz eines seiner bislang besten internationalen Ergebnisse bescherte.

Der Mitteldistanzlauf tags darauf im benachbarten Gelände führte über 6,4 km bei „nur“ 250 Höhenmetern, wies aber in größeren Partien starken Unterbewuchs in Form von Alpenrosen und Heidelbeerkraut auf. Mit den Höhenmetern des Vortages in den Knochen blieb Bjarne Friedrichs zwar erneut nahezu fehlerfrei und der Rückstand von acht Minuten auf den Sieger war auch vertretbar, aber in dem dichten Feld reichte es an diesem Tag lediglich zu einem – immer noch guten – 54. Platz, womit er erneut bester Deutscher war. Zur Sprintstaffel, die abschließend am Sonntag im Ortsgebiet von Arosa gelaufen wurde, präsentierte sich die prächtige Kulisse um den Ort mit frischem Schnee überzogen. Die ohne den Seesener gestartete deutsche Staffel beendete das Rennen mit überschaubarem Abstand auf die Topnationen auf einem guten neunten Rang.

Eine Woche zuvor bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Raum Stuttgart blieben die Hoffnungen des Göttinger Studenten der Geowissenschaften auf den dritten Hochschultitel in Folge  im dichten Gestrüpp des Waldes hängen. Nach einem rund vierminütigen Fehler musste er sich seinem schärfsten Widersacher Philipp Müller (Uni Marburg) geschlagen geben und mit der Silbermedaille begnügen. Die goldene sicherte sich die Staffel der Uni Göttingen mit Bjarne Friedrichs als Schlussläufer dann in überlegener Manier auf dem Stuttgarter Uni-Campus.
Detlev Friedrichs

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Bjarne in seinem Element