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"Sinfonisches" ließ Weihnachtskonzert zu einem Fest der Sinne werden

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Zum Ausklang eines jeden Jahres ist für die Freunde sinfonischer Blasmusik das Weihnachtskonzert des Sinfonischen Blasorchesters des MTV Seesen immer ein ganz besonderes Ereignis. Können sie sich bei diesem Konzert am "dritten" Weihnachtstag doch an der von ihnen ganz besonders bevorzugten populären Blasmusik erfreuen, weil einerseits die festliche Atmosphäre des noch nicht ganz zurückliegenden Weihnachtsfestes noch nachwirkt und andererseits die gelöste Stimmung auf den bevorstehenden Jahreswechsel ganz ausgezeichnet mit dem Klang dieser Art der Blasmusik harmonieren.
"Der Fluss der Zeit" - unter diesem Motto war dieses Weihnachtskonzert angekündigt worden. Und sie haben mit ihrem Programm nicht zu viel versprochen, die Hobby-Musikerinnen und Musiker des MTV, die als bunt gemischte Gruppe von Freizeit-Musizierenden eines gemeinsam haben und es mit ihrem Publikum teilen: Die Liebe zur sinfonischen Blasmusik.
Herbert Sander

 

Der Fluss der Zeit
Weihnachtskonzert des Sinfonischen Blasorchesters war ein voller Erfolg

Das Weihnachtskonzert des sinfonischen Blasorchesters des MTV Seesen am 3. Weihnachtstag genießt große Populariät und hat daher bei vielen Musikfreunden aus der Harzer Region einen festen Platz im Kalender. Mit einem vielseitigen Programm, das von Originalkompositionen für sinfonisches Blasorchester über Musicals bis hin zu Popmusik reichte, zeigte das Orchester auch in diesem Jahr wieder, wie berechtigt dieser gute Ruf ist.

Unter dem ungewöhnlichen Motto „Der Fluss der Zeit“ hatte sich das Seesener Orchester vorgenommen, zusammen mit dem Publikum einen Blick auf einige Entwicklungen der jüngeren Geschichte zu werfen. Ein Motto, das offensichtlich Interesse weckte und so war die Aula des Seesener Schulzentrums gut gefüllt, als Dirigent Detlef Ladwig mit der Einleitungsfanfare „Call of Heroes“ von Michael Geisler für einen fulminanten Einstieg in den ersten Konzertteil sorgte. Zugleich versetzte er damit das Publikum in die nötige heroische Grundstimmung für „Apollo 11“, einer Originalkomposition für sinfonisches Blasorchester des Österreichers Otto M. Schwarz. Hier wird vom Verlauf der ersten Mondlandung, beginnend mit dem Countdown bis hin zur Landung im Pazifik, effektvoll und spannend berichtet. Mit „Schmelzende Riesen“ von Armin Koffler wandte sich das Orchester dann dem heiklen Thema Umweltzerstörung zu. Der in Südtirol geborene Komponist beschreibt in diesem Werk die Folgen des Klimawandels am Beispiel der schmelzenden Gletscher seiner Heimat. Von den „großen“ Weltereignissen leitete „Panta Rhei“ von Markus Götz nun zur Geschichte des kleinen badischen Ortes Atzenbach über. Von der Gründung des Dorfes bis hin zum Einzug der Textilindustrie und damit den „Modernen Zeiten“ berichtet diese Komposition. Und auch die Stadtgeschichte Seesens kam nicht zu kurz, insbesondere das Jacobson-Haus fand Erwähnung und mit „A Klezmer Karnival“ von Philip Sparke wurde noch einmal an das Wirken Israel Jacobsons erinnert.  

Der zweite Konzertteil gehörte wieder ganz den Musicals und Filmmusiken unter denen sich ja auch reichlich „Stoff“ aus der Zukunft findet. Von „Captain Future“ bis zu den Melodien des Musicals „Starlight Express“ reichte die musikalische Palette. Hier schlug nun endlich auch die große Stunde von Gesangssolistin Laura Burgdorf, die mit „Diamonds are Forever“ aus den James Bond Film „Diamantenfieber“, Lena’s Song aus dem schwedischen  Musikdrama „Wie im Himmel“ und der Popnummer „Modern Girl“ einen Einblick in ihr umfangreiches Repertoire bot. In ausgezeichneter Form zeigte sich auch das Moderatoren-Duo Nikola Rust und Professor Dr. Michael Koch. Mit ihrer charmant-informativen Herangehensweise gelang es beiden, die musikalischen Werke den Zuschauern nahezubringen und diesen Abend zu einem unterhaltsamen Erlebnis werden zu lassen. Mit „Guten Abend, Gute Nacht“, arrangiert von Dirigent Detlef Ladwig und gesungen von Laura Burgdorf, endete dann nach etlichen Zugaben ein gelungener Abend, der noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.                   

Prof. Dr. Michael Koch

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Unter dem Motto „Der Fluss der Zeit“ warf das Orchester einen Blick auf die Entwicklung der jüngeren Geschichte
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Mit „Guten Abend – gute Nacht“, gespielt vom Orchester und gesungen von Laura Burgdorf, endete ein wiederum gelungener Konzert-Abend beim MTV Seesen
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Gesangsolistin Laura Burgdorf bot mit ihrer klaren Stimme einen Einblick in ihr umfangreiches Repertoire