Das 11. Handballcamp in den Herbstferien ist nach drei Tagen schon wieder vorbei. Aber nach dem Camp ist bekanntlich vor dem Camp. Das 12. Camp wirft schon seine Schatten voraus; es wird in den Herbstferien 2027 stattfinden. Sobald die genaue Terminierung feststeht - die Verantwortlichen sind im Gespräch mit der Deutschen Kinder Sport Akademie, Ludwigsburg - wird der Termin allen Interessierten mitgeteilt. Die ersten Anfragen gibt es dazu schon; die Eltern wollen ihre Urlaubspläne mit dem Termin für das Handball Camp sehr gerne in Einklang bringen.
Die Handball Camps in Seesen sind bekanntlich ein Kind von Dragos Oprea. Im letzten Jahr musste Dragos leider passen, weil er sich nach einer Hüft-OP noch in der Reha-Phase befand. Auch dieses Jahr lief das Camp ohne ihn; Dragos hat mittlerweile die Verantwortung der Wölfe Würzburg, die in der dritten Liga spielen, übernommen und ist dort deshalb für die Dauer des Camps unabkömmlich. Melina Lanuscio hat die Leitung des Camps übernommen und das zusammen mit Juan Ariza Barajas und Philip Valorinta zur großen Zufriedenheit aller gemacht.
Intensives und Handball spezifisches Training stand drei Tage lang im Fokus der Kids, aber auch Spiel und Spaß kamen beileibe nicht zu kurz. Die "Basics", also Fangen, Prellen und Werfen, aber auch Koordinationsübungen und Reaktionstests, wurden immer wieder klug in den täglichen Trainingsablauf eingebaut. Langeweile war überhaupt nicht angesagt; im Gegenteil: die Latte der individuellen Herausforderungen lag wie immer ziemlich hoch. Am Ende eines jeden Trainingstages waren alle Teilnehmer geschafft, was sich besonders am nächsten Morgen bei nahezu jedem spürbar bemerkbar machte. Es gab wohl niemanden, der nicht über Muskelkater klagte.
Die Kreativität der Trainingseinheiten - drei Tage lang ging es von 9:30h bis 16h hoch her in der Seesener Sporthalle 3 im Schulzentrum - war schon beachtlich, aber auch wie immer herausfordernd. Bestens kam dabei am letzten Camptag bei allen die Handball Olympiade an; an diversen Stationen konnten sich nicht nur die Kids, sondern auch die Eltern, Geschwister und Freunde messen. Dabei ging es sowohl um Geschicklichkeitsübungen auf unebener Fläche mit Luftballons als auch um Reaktionsschnelligkeit. Mit dem Ball musste ein kleiner, aber anspruchsvoller Parcour bewältigt werden und auch die Wurfstärke wurde beim Torwurf gemessen. Es hat allen wirklich großen Spaß gemacht, stand doch am Ende eine Siegerehrung mit kleinen Überraschungen an.
Zum Abschluss wurde dann nochmal richtig Handball gespielt; dabei sind die Campteilnehmer - verteilt auf vier Mannschaften - über das gesamte Spielfeld gegen die Eltern angetreten. Im Vorfeld hatte man eine Einlaufzeremonie mit passender musikalischer Untermalung eingeübt und die Mannschaften präsentierten das den zahlreichen Zuschauern mit großer Begeisterung. Es war für alle klar erkennbar, welche Fortschritte die Kids durch das intensive Camptraining gemacht haben. Obwohl es völlig zweitrangig war, wer den Wettstreit für sich entschieden hat - dennoch war die Freude bei den Jüngsten riesengroß, wenn den Erwachsenen das eine oder andere Tor eingeschenkt wurde.
Am letzten Tag des Camps wies Melina expliziert darauf hin, dass man sich in Seesen wie eigentlich immer pudelwohl gefühlt und sehr gerne wiederkommen möchte. Ihre Worte an die Teilnehmer, Eltern und Verantwortlichen "dass man sehr gerne nach Seesen kommt, weil hier wirklich alles stimmt und passt" gingen dann auch runter wie Öl. "Der Ablauf der gesamten Veranstaltung, die Organisation drumherum, das umsichtige Team um Sandra Nitsche, aber auch die kleine Sporthalle, haben wirklich hohes Niveau und sind deutschlandweit kaum zu übertreffen" so Melina Lanuscio.
Die Verantwortlichen bedanken sich ganz besonders bei den Sponsoren, die mit Ihrer großzügigen Unterstützung ganz wesentlich dazu beigetragen haben, dass das Handballcamp wieder in dieser Form stattfinden konnte. Der Dank der Handballabteilung geht dabei an Christian Koch vom Seesener E-Center, an Lars Reinecke vom Seesener Getränkestall, an Ralf Franke vom Obsthof Franke aus Seboldshausen und auch an einige hier ungenannte Sponsoren.
Das Camp wurde für die Teilnehmer des MTV Seesen - von 40 Teilnehmern hat der MTV immerhin 37 gestellt - sowohl von der Handballabteilung als auch von dem Förderverein Blaue Teufel Seesen e. V. großzügig gesponsert. Sehr erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass während des Camps einige Eltern von den Aktivitäten des Fördervereins so angetan waren, dass sich spontan für eine Mitgliedschaft entschieden.